FC Wauwil-Egolzwil (4.) – FC Entlebuch (3.) 0:2 (0:1)

Entlebuch zieht mit einem 2:0 Erfolg über das unterklassige Wauwil-Egolzwil in die zweite Cuprunde ein. Dafür waren Geduld, etwas Glück und viel Arbeit nötig.

 

Pascal Helfenstein

 

Die Entlebucher versuchten gleich von Beginn weg, dem unterklassigen Gegner den Schneid abzukaufen. Nach zehn gespielten Minuten hatten sie bereits zwei Torchancen, davon eine Hochkarätige, zu verzeichnen. Doch nach und nach konnten sich die Gastgeber besser auf die Entlebucher einstellen und diese haderten mehr als notwendig mit sich selber. So neutralisierten sich die beiden Mannschaften vorwiegend im Mittelfeld. In der Defensive hatten sich die Entlebucher noch nicht zu 100 Prozent gefunden, denn mehr als einmal brachten sie sich beinahe selber und völlig unnötig in Gefahr, weil sie zu wenig konsequent zur Sache gingen. Ganz anders als die Gastgeber, deren Zweikampfverhalten insbesondere im Mittelfeld zum Teil schlicht kompromisslos war. Daniel Kaufmann musste einiges einstecken und bei einigen Vergehen, kamen die gegnerischen Spieler mit einer gelben Karte noch relativ gut weg. Bereits nach 24 Minuten wurden die Entlebucher zu einem ersten Wechsel gezwungen, Michael Mahler verliess verletzungsbedingt das Feld und Pascal Vogel nahm seinen Platz ein.

 

Ein Sonntagsschuss

Wie aus dem Nichts gelang den Entlebuchern zehn Minuten vor der Pause der Führungstreffer. Patrick Lötschers Flanke aus grosser Distanz wurde in der Luft immer länger und düpierte den Wauwiler Schlussmann als der Ball via Innenpfosten im Netz landete. Entlebuch versuchte den Schwung auszunützen und konnte dem Spiel vor der Pause wieder den Stempel aufdrücken. Zwei Torschüsse von Jan Achermann und Daniel Kaufmann flogen jedoch am Gehäuse vorbei. Zu Beginn der zweiten Hälfte glich sich die Partie immer weiter aus. Nach einem präzise geführten Konter von Wauwil war es Ivo Thalmann der gerade noch rechtzeitig vor dem Gegner klären und schlimmeres verhindern konnte. Im Gegenzug bekundeten die Entlebucher etwas Pech, als der Ball nach einem Abschluss von Pascal Vogel auf die Linie kullerte und dort vom Wauwiler Schlussmann gerade noch abgedeckt werden konnte.

 

Perfektes Timing

Die Partie entwickelte sich zu einem klaren Cupspiel und beide Mannschaften spielten so gut wie auf Augenhöhe. Entlebuch wollte unbedingt den zweiten Treffer erzielen, spielte dabei aber mit dem Feuer. Denn mehr als einmal hätte Wauwil die aufgerückte Entlebucher Abwehr beinahe überwinden können. Doch genau zur richtigen Zeit wurden die Entlebucher für ihre Bemühungen belohnt. Daniel Kaufmann lancierte mit einem klasse Zuspiel Pascal Vogel, der den Ball am herannahenden Torhüter vorbeispitzeln und den zweiten Treffer für die Gäste erzielen konnte. Danach kontrollierten die Entlebucher das Spiel so gut als möglich. Wauwil steckte nicht auf, doch für sehr viel Torgefahr konnten sie nicht sorgen. Auf der anderen Seite hätten die Entlebucher beinahe noch ein drittes Tor erzielen können, doch zweimal hatten sie etwas Pech im Abschluss. So blieb es beim 0:2 für die Entlebucher. Obwohl noch nicht ganz alles ganz rund lief haben die Entlebucher ein wichtiges Ziel, nämlich den Sieg im ersten Ernstkampf, erreicht. Sie haben nun noch eine Woche Zeit, sich den letzten Schliff für den Start in die neue Meisterschaftssaison zu geben.

 

Spieltelegramm

Spielort: Moos. –  Zuschauer: 100. – Tore: 35. Min. 0:1 Patrick Lötscher, 73. Min. 0:2 Pascal Vogel – Entlebuch: Marco Mathis, Remo Wigger, Patrick Wigger, Ivo Thalmann, Sandro Röösli, Christian Affentranger, Janik Portmann (62. Linus Bieri), Patrick Lötscher (82. Adrian Wigger), Daniel Kaufmann, Jan Achermann, Michael Mahler (24. Pascal Vogel) – Bemerkungen: 4x gelb für Wauwil-Egolzwil