Bericht FC Malters II – FC Entlebuch 0:3 (0:1)

Entlebuch findet gegen Malters unter anderem dank dem längeren Atem auf die Siegerstrasse zurück und gewinnt schlussendlich klar. Einziger Wermutstropfen dabei, die Verletzungshetze schlug schon wieder zu.

 

Pascal Helfenstein

 

Die Gastgeber aus Malters hatten sich offensichtlich einiges für das Spiel gegen Entlebuch vorgenommen. Sie starteten ganz klar besser in die Partie und so war Entlebuch in der Startphase einerseits nur am Verteidigen und andererseits auch noch ein wenig auf Abstimmungssuche. Malters gelang es ein paar Mal die Entlebucher Verteidigung auszutricksen doch vor dem Tor schaute nichts Zählbares für sie heraus. Die erste gute Möglichkeit für die Entlebucher war in der 17. Spielminute zu notieren, als ein Pass in den Rücken der Verteidigung leider nur ins Leere ging. Nur wenige Minuten später machten es die Gäste dann besser. Nach einer guten Spielverlagerung auf die rechte Seite spielte Pascal Vogel den Ball gefährlich vor den gegnerischen Strafraum. Jörg Dahinden lupfte den Ball über die Verteidigung zu Patrick Lötscher der mit seinem Schuss in die untere rechte Torecke die Führung für die Entlebucher erzielen konnte.

 

Viele Frustfouls und ein folgenschwerer Sturz

Bis zur Pause begegneten sich die beiden Teams ziemlich auf Augenhöhe. Leider wurde die Gangart etwas ruppiger und es kam insbesondere auf Seiten der Gastgeber zu ein paar unschönen Foulspielen, welche der Unparteiische zu wenig konsequent sanktionierte. Dass die Entlebucher dann trotz Führung mit einem flauen Gefühl in die Pause gingen lag an einem Zwischenfall fünf Minuten vor Halbzeitpause. Nach einem Zweikampf fiel Remo Wigger zu Boden und schrie schmerzerfüllt auf. Das Zeichen dass eine Bahre notwendig ist, verhiess nichts Gutes. Es vergingen einige Minuten in denen sich Betreuerin Karin Jenni um ihn kümmerte, bis er schliesslich mit Verdacht auf eine Becken- oder Hüftverletzung für weitere Abklärungen ins Spital gebracht werden konnte.

 

 

Strafraumszenen sorgen für Spannung

Der Einstieg in die zweite Hälfte versprach dann einen spannenden weiteren Verlauf der Partie. Malters scheiterte nur kurz nach dem Wiederanpfiff mit einem Kopfball an Marco Mathis und auf der anderen Seite verpasste Jan Achermann aus bester Abschlussposition knapp das 2:0 für Entlebuch. Entlebuch war nun spielbestimmend doch nach wie vor lag man nur ganz knapp vorne. Dies hätte sich in der 67. Spielminute ändern können als Linus Bieri im Strafraum regelwidrig gestoppt wurde doch der Schiedsrichter sanktionierte eine Abseitsposition – ein Fehlentscheid. Malters bäumte sich danach nochmals auf doch Entlebuch agierte mit vereinten Kräften und versuchte allfällige Löcher sofort wieder zu stopfen.

 

Entlebuch macht den Sack zu

Eine Viertelstunde vor Schluss wurde erneut Linus Bieri auf der linken Seite lanciert. Er liess seinen Gegenspieler ins Leere laufen, zirkelte den Ball genau auf den Kopf von Jan Achermann und dessen Kopfball drehte sich herrlich ins obere Lattenkreuz zum verdienten zweiten Treffer für Entlebuch. Malters gab zwar auch jetzt nicht auf, doch so wirklich an ihre Chance glaubten sie auch nicht mehr. Sechs Minuten vor Schluss erhöhte Linus Bieri mit einem sehenswerten Schuss noch auf den Endstand von 3:0. Sehenswert deshalb, weil der Ball zwischen den Beinen seines Gegners, der auf der Torlinie retten wollte, ins Tor kullerte. Malters spielte zwar über weite Strecken der Partie gut mit, doch schliesslich setzte sich die bessere Klasse der Entlebucher dann doch durch.

 

Spieltelegramm

Spielort: Oberei. – Zuschauer: 150. – Tore: 24. 1:0 Patrick Lötscher, 76. 2:0 Jan Achermann, 84. 3:0 Linus Bieri

Entlebuch: Marco Mathis, Remo Wigger, Christian Affentranger, Patrick Wigger, Jörg Dahinden, Jan Achermann, Nicolas Hofstetter, Pascal Vogel, Janik Portmann, Patrick Lötscher, Ivo Thalmann (40. Fabian Brun, 46. Adrian Wigger, 66. Linus Bieri, 89. Michael Koch, 90. Sven Unternährer)

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Heimniederlage gegen Triengen

 

Nach einer tor- und eher trostlosen ersten Hälfte, folgte eine muntere und animierte zweite Halbzeit. Triengen eröffnete das Skore und behielt die Nase bis zum Schluss hauchdünn vorne.  

 

Pascal Helfenstein

 

Beide Teams versuchten von Beginn weg energisch zur Sache zu gehen. Da jedoch auf beiden Seiten sehr diszipliniert und sicher gespielt wurde, gab es auf keiner Seite klare Strafraumszenen. Ein Weitschuss von Entlebuch oder ein Freistoss von Triengen waren da das höchste der Gefühle in der Startphase. Triengen versuchte die Entlebucher Abwehr mit einem enormen Pressing in einen Fehler zu zwingen. Die Platzherren liessen sich nicht erwischen, sahen sich jedoch häufiger gezwungen den Ball im Notfall mal auf gut Glück nach vorne wegzuschlagen. Nach rund einer halben Stunde wurden die Spielzüge der Partie dann etwas konkreter. Triengen kam nun ein paar Mal gefährlich in den Entlebucher Strafraum. Scheiterte aber entweder an Marco Mathis oder an Patrick Wigger der mehr als einmal die Gefahr neutralisieren konnte. Kurz vor der Pause hatten die Entlebucher dann die beste Phase der ersten Hälfte. Nach einer Flanke missglückte Patrick Guedes Abwehraktion derart, dass der Ball überraschend den Weg zu Jan Achermann fand. Dieser war aber selber überrumpelt, so dass er den Ball alleine vor Torhüter Fischer nicht unter Kontrolle bringen konnte. Der Schlussmann des FC Triengen musste vor der Pause noch zweimal Abschlüsse von Fabian Brun und Pascal Vogel parieren, um seinen Kasten sauber zu halten.

 

Entlebuch gerät in Rücklage

Nach dem Unterbruch fand Triengen schneller wieder in die Partie. Entlebuch zog eine kleine Schwächephase ein und die Gäste nutzten diese eiskalt aus. In der 49. Spielminuten kamen die Entlebucher gleich mehrere Male immer einen Schritt zu spät. Triengen kombinierte vor dem Entlebucher Strafraum gut und zum krönenden Abschluss passte Michael Schwarzentrubers Abschluss haargenau in die rechte hohe Torecke. Triengen blieb hartnäckig dran und profitierte zehn Minuten später von einem Abwehrfehler der Entlebucher. Ein Klärungsversuch wurde zur direkten Vorlage für Valmir Tola der ohne Mühe auf 0:2 erhöhen konnte. Diesmal fanden die Entlebucher die richtige Antwort und nur zwei Minuten später erzielten sie den Anschlusstreffer zum 1:2. Remo Wigger lancierte in der Mitte Patrick Lötscher der Tempo aufnehmen konnte und mit seinem Schuss Torhüter Fischer keine Chance liess. Kurze Zeit drauf verliess Daniel Kaufmann humpelt das Spielfeld nachdem er sich in einem energischen Zweikampf verletzt hatte. Das Spiel war nun sehr unterhaltsam und noch lange nicht entschieden. Nach einem tollen Angriff in der 66. Spielminute hätte eigentlich der Ausgleich für die Platzherren fallen müssen doch der Abschluss von Luca Schütz klatschte an den Pfosten.

 

Aufholjagd bleibt ohne Erfolg

Fünf Minuten später verhinderte Marco Mathis mit einer tollen Reaktion den dritten Treffer für die Gäste aus Triengen. Der darauf folgende Eckball passte dann für einmal aber haargenau auf den Kopf von Patrick Guedes so dass dieser Marco Mathis diesmal keine Abwehrchance mehr liess und auf 1:3 erhöhen konnte. Entlebuch gab sich aber noch nicht geschlagen. Gut zehn Minuten vor Schluss spielten sie einen langen Ball auf Patrick Lötscher der aus abseitsverdächtiger Position alleine auf das Trienger Tor laufen konnte. Den ersten Schuss konnte Michael Fischer noch abwehren doch gegen den Nachschuss war er dann machtlos. Dank dem erneuten Anschlusstreffer wurde es auf dem Farbschachen noch einmal spannend. Entlebuch drückte auf den Ausgleich und kam auch zu Chancen doch diesmal reichte es nicht mehr um die Niederlage abzuwenden.

 

Spieltelegramm

Spielort: Farbschachen. – Zuschauer: 240. – Tore: 49. 0:1 Michael Schwarzentruber, 58. 0:2 Valmir Tola, 60. 1:2 Patrick Lötscher, 72. 1:3 Patrick Guedes, 78. 2:3 Patrick Lötscher

Entlebuch: Marco Mathis, Remo Wigger, Christian Affentranger, Patrick Wigger, Daniel Kaufmann, Jan Achermann, Fabian Brun, Pascal Vogel, Janik Portmann, Patrick Lötscher, Ivo Thalmann (63. Luca Schütz, 65. Adrian Wigger, 75. Nicola Hofstetter)

Triengen: Michael Fischer, Joel Gautschi, Emanuel Berisa, André Schmid, Stefan Guedes, Predrag Karajcic, Michael Schwarzentruber, Gaetano Pizzo, Patrick Guedes, Patrick Peter, Ivan Bjelic (46.Valmir Tola, 68. Bjelic, 91. Markaj, 91. Sutha)

Entlebuch gewinnt 1 Rückrundenspiel gegen Hitzkirch 3:4 (2:2)

Gutes Ende nach holprigem Start

 

Entlebuch gelingt ein erfolgreicher Auftakt in die Rückrunde. Nach einem schwierigen Start konnte sich die Farbschachen-Elf steigern und die Partie zu ihren Gunsten drehen. Mit etwas mehr Kaltblütigkeit wäre für die Platzherren aus Hitzkirch aber mehr drin gelegen.

 

Pascal Helfenstein

 

Die Gäste aus dem Entlebuch bekundeten nach dem Anpfiff in die Partie Mühe den inneren Schalter auf Meisterschaftsmodus umzulegen. Bereits nach 25 Sekunden tauchte das Heimteam gefährlich im Entlebucher Strafraum auf, was nichts Gutes verheissen wollte. Hitzkirch nutzte die Entlebucher Verunsicherung aus und ging durch Ramon Poletti nach einem Eckball in der vierten Minute in Führung. Auf der anderen Seite setzte Daniel Kaufmann einen Freistoss nur ganz knapp ans Aussennetz. In den ersten Minuten überzeugten die Platzherren aus Hitzkirch mehr als die Gäste aus dem Entlebuch. Insbesondere das Umschalten nach einem Ballverlust klappte bei den Gästen zu Beginn nur ungenügend. So wie in der zehnten Spielminute, als die Gäste sich mit einem Foul vor dem eigenen Strafraum behelfen mussten. Der Freistoss kam lange in den Strafraum und Sandro Frischkopf genoss zu viele Freiheiten und schob den Ball zum 2:0 über die Linie. Doch damit noch nicht genug. Fünf Minuten später war es ein einziger Pass der die gesamte Entlebucher Hintermannschaft alt aussehen liess und den Gastgebern die Chance zum 3:0 eröffnete. Der Ball zappelte dann auch im Netz doch das Tor wurde aufgrund einer Abseitsposition nicht gegeben. Glück für Entlebuch.

 

Entlebuch legt Startschwäche ab

Nach diesem eindeutigen Weckruf erwachten die Entlebucher nun doch aus ihrer Lethargie. Nur Sekunden später war es Pascal Vogel der im Mittelfeld ein Kopfballduell gewinnen und für Linus Bieri auflegen konnte. Dieser flankte in den Strafraum und fand dort Jan Achermann, der den Ball im zweiten Versuch zum Anschlusstreffer über die Linie drücken konnte. Die Partie war nun ausgeglichener mit leichten Vorteilen für die Entlebucher. Daniel Kaufmann prüfte derweil den gegnerischen Torhüter ein zweites Mal mit einem Freistoss, doch dieser zeigte auf den gefährlichen Aufsetzer eine tolle Parade. Jetzt war Entlebuch am Drücker. Nach einer halben Stunde verpasste Adrian Wigger den Ausgleich  nur ganz knapp. Sein Hammerschuss konnte von Nermin Badic mit den Fingerspitzen gerade noch an die Lattenoberkante gelenkt werden. Je näher die Pause rückte, desto ruhiger wurde die Partie. Hitzkirch begnügte sich mit der Führung und tauchte nur noch wenig in der Entlebucher Platzhälfte auf. Als man sich schon bald mit dem Pausenresultat abfinden wollte, startete Entlebuch nochmals einen Angriff. Linus Bieri lancierte auf der rechten Seite Jan Achermann. Dieser lief bis zur Grundlinie und schien dort den Zweikampf gegen seinen Gegner verloren zu haben, doch er steckte nicht auf, überlistete den Verteidiger und spielte quer in den Strafraum. Dort stand Pascal Vogel goldrichtig und glich zum 2:2 aus.

 

Fehler werden knallhart bestraft

Die zweite Hälfte begann ähnlich attraktiv wie die erste. Die erste Chance erspielten sich die Hitzkircher. Simon Kathriner setze sich in Szene doch sein Querpass durch den Entlebucher Strafraum fand keinen Abnehmer. Eine Minute später erlaubten sich die Gastgeber einen fatalen Fehlpass. Jan Achermann erlief sich einen Rückpass und tauchte alleine vor dem gegnerischen Tor auf. Er umkurvte den Torhüter und aus sehr spitzem Winkel gelang ihm der Treffer zur Führung für die Entlebucher. Hitzkirch war aber noch nicht geschlagen. Ein unnötiger Entlebucher Ballverlust im Mittelfed eröffnete ihnen eine gute Chance. Diesmal sass der Querpass haargenau, so dass Albin Balaj eine halbe Stunde vor Schluss zum 3:3 ausgleichen konnte.

 

Torchancen nicht auslassen sondern verwerten

Jetzt war die Partie offen. Keines der beiden Teams konnte sich einen klaren Vorteil herausspielen und durch die Auswechslungen wurde auch der Spielfluss immer wieder gebrochen. Während dem Hitzkirch in der 67. Spielminute eine weitere Grosschance ausliess machten es die Entlebucher besser und gingen zehn Minuten später durch Janik Portmann wieder in Führung. Die letzten zehn Minuten wurden nochmals zu einer riesen Zitterpartie für die Entlebucher. Leider konnten sie den Ball im Mittelfeld und im Angriff nur selten halten und gerieten deswegen unter Dauerdruck. Einige Minuten vor Schluss fiel dann das vermeintliche 4:4 doch dieses wurde aufgrund einer Abseitsposition annulliert. So behielten die Entlebucher zum Schluss dank ihrem Willen, viel Kampf und etwas Glück das bessere Ende für sich.

 

Spieltelegramm

Spielort: Hegler. – Zuschauer: 150. – Tore: 4. 1:0 Ramon Poletti, 10. 2:0 Sandro Frischknopf, 16. 2:1 Jan Achermann, 41. 2:2 Pascal Vogel, 50. 2:3 Jan Achermann, 60. 3:3 Albin Balaj, 77. 3:4 Janik Portmann

Entlebuch: Marco Mathis, Patrick Wigger, Patrick Lötscher, Christian Affentranger, Daniel Kaufmann, Marco Wigger (67. Luca Schütz, 90. Remo Wigger), Ivo Thalmann, Adrian Wigger (59. Janik Portmann), Linus Bieri, Jan Achermann, Pascal Vogel (83. Michael Koch)

 

Zum Abschluss ein klares Verdikt

Im letzten Spiel vor der Winterpause kassiert Entlebuch die erste Niederlage der Saison. Drei Tore Sempachs innert der ersten halben Stunde waren eine zu grosse Hypothek für die Platzherren zumal sie ihr eigenes Abschlussglück im Stich liess.

 

Pascal Helfenstein

 

Beide Teams starteten offensiv in die Partie. Sempach versuchte gleich von Beginn weg ihre schnellen Aussenläufer in Szene zu setzen und Entlebuch hielt seinerseits dagegen. Es war spürbar dass die zwei Mannschaften versuchten dem Spiel ihren Stempel aufzudrücken und die Oberhand zu gewinnen. Auf beiden Seiten kam es je zu einem Abschlussversuch jedoch ohne zählbares Ergebnis. Die Startviertelstunde war soeben vorüber als Sempach nach einem Entlebucher Ballverlust sofort umschaltete und einen Steilpass auf Michael Fölmli spielte. Der Ball schien sichere Beute für die Entlebucher Abwehr zu werden doch ein Abstimmungsproblem zwischen Verteidiger und Torhüter sorgte dafür, dass Entlebuchs Abwehrversuch missriet und als Abpraller Michael Fölmli vor die Füsse viel, welcher locker zum 0:1 einschieben konnte.

 

Ein Freistoss mit Folgen

Jetzt war das Spiel so richtig lanciert. Nur eine Minute später zog Lars Schmid auf der Gegenseite alleine in den Strafraum ein, scheiterte mit seinem Abschluss aber an Raphael Helfenstein im Sempacher Tor. Diese Szene war noch nicht richtig verdaut da wurde es auf der anderen Seite wieder brandgefährlich. Gleich zweimal hintereinander scheiterte Patrick Ehrbar am glänzend reagierenden Entlebucher Schlussmann Pascal Bucher. Nur eine Minute später leistete sich Entlebuch ein dummes Foul in der eigenen Platzhälfte. Joel Müller nahm für den Freistoss Anlauf und mit seinem harten und präzisen Schuss, welcher genau passte, erzielte er den zweiten Treffer für seine Farben. Entlebuch versuchte zu reagieren benötige aber einige Minuten dafür doch dann hatten sich die Platzherren einigermassen gefangen und drängten nun auf den Anschlusstreffer doch zweimal kurz hintereinander scheiterte Lars Schmid nur ganz knapp.

Sempach äusserst effizient

Auf der anderen Seite präsentierten sich die Gäste äusserst effizient und kaltblütig. In der 31. Spielminute verwirrte der Unparteiische mit einem Pfiff während der Ausführung eines gegnerischen Freistosses die Entlebucher Mannschaft. Anstatt auf Abseits entschied er zum Unmut der Entlebucher auf Eckball, was niemand so richtig verstehen konnte. Doch anstatt sich dem Spiel zu widmen vergeudeten die Entlebucher wertvolle Zeit und Energie um zu diskutieren. Der nachfolgende Eckball fand den Weg zu Luca Müller der am vorderen Pfosten schön in die Lattenecke einnicken konnte. Nun zeigte sich Entlebuch doch etwas geschockt. Bis zur Pause lief bei ihnen nur noch wenig zusammen. Kurz vor dem Pausenpfiff war es dann Christian Affentranger der zweimal im Abschluss nicht erfolgreich war. Sempach konnte sich derweil auf der komfortablen Führung etwas ausruhen.

 

Der Wille ist gebrochen

Nach der Pause war das Feuer bei der Farbschachen-Elf nochmals entfacht. Entlebuch spielte nun aggressiver und versuchte die Schlagzahl hochzuhalten immer mit dem Risiko in einen Konter laufen zu können. Doch vorerst spielte sich das Spielgeschehen meist in der Hälfte des FC Sempach ab. In der 57. Spielminute lancierte Lars Schmid im Strafraum mit einem guten Zuspiel Linus Bieri, dessen Schuss zum Leidwesen der Entlebucher Fans aber von einem gegnerischen Bein noch abgeblockt werden konnte. Die Zeit lief natürlich für die Gäste aus Sempach die nun zwar vermehrt mit Abwehrarbeit beschäftigt waren, den Kopf aber immer wieder aus der Schlinge ziehen konnten. Entlebuch suchte zwar weiterhin den Anschlusstreffer, hatte aber auch enormes Pech im Abschluss zu beklagen. So zum Beispiel Christian Affentranger der eine Viertelstunde vor Schluss aus bester Position nur den fliegenden Sempacher Torhüter anschoss. Diese Szene war symptomatisch für den Entlebucher Abend. Trotz einer Leistungssteigerung gegenüber Halbzeit eins wollte der Ball einfach nicht ins Netz, was sich dann auch mental auf die Spieler niederschlug. Die letzte Viertelstunde spielte Sempach dann souverän herunter. Der Sieg war übers ganze Spiel hinweg gesehen nicht gestohlen auch wenn er vielleicht etwas zu hoch ausfiel. Mit diesem Sieg bleibt Sempach seinerseits an den beiden Spitzenteams der Gruppe drei dran. Entlebuch musste zwar die erste Niederlage der Vorrunde einstecken, darf mit dem Ausgang der ersten Meisterschaftshälfte dennoch zufrieden sein.

 

 

 

Spieltelegramm

Spielort: Farbschachen. – Zuschauer: 280. – Schiedsrichter: Pehlül. – Tore: 15. 0:1 Michael Fölmli, 19. 0:2 Joel Müller, 31. 0:3 Müller Luca

Entlebuch: Pascal Bucher, Christian Affentranger, Nicola Hofstetter, Fabian Brun, Daniel Kaufmann, Janik Portmann (61. Luca Schütz), Ivo Thalmann, Patrick Lötscher, Pascal Vogel (78. Silvio Eugster), Lars Schmid, Linus Bieri

Sempach: Raphael Helfenstein, Sharon Trüssel, Pascal Furrer, Elvis Velic, Kevin Schnider, Adrian Schnider (83. Patrick Lika), Mathias Schnyder (72. Luca Müller), Patrick Ehrbar, Luca Müller (90. Sean Stadelmann), Michael Fölmli, Joel Müller (88. Roger Amrein)

Entlebuch gewinnt auch das Derby gegen Wolhusen 1:2

3. Liga Herren:
Wolhusen – Entlebuch 1:2 (1:1)

Joker Bieri stach im Derby
Derby ging an Favorit Entlebuch
Leaderthron hielt Derby stand
Blindeielf schnupperte lange an Punktgewinn
Siegespendel schlug zu Gunsten vom Leader aus

In einer typischen Derbypartie behielt der Fa-vorit und Leader aus Entlebuch das bessere Ende für sich. Zwar erzielten die Gastgeber durch Adrian Bachmann die Führung, welche Ivo Thalmann mit einem Lobball wenig später ausglich. Joker Linus Bieri stach und traf rund eine Viertelstunde vor Schluss zum Sieg. Ein erneut stark verbessertes Wolhusen beklagte dabei Pech als kurz vor der Entscheidung ein Freistoss von Claudio Imfeld am linken Latten-kreuz das Tor der Gäste zum Wanken brachte. Die Kaufmann / Fessler Elf grüsst weiterhin als stolzer Leader, während sich die Wolhuser trotz guter Leistung wiederum keine Punkte einheimsten. Das Wasser des Tabellenendes steigt bedrohlich an.

Bachmann erbte zur Führung
Kaum einmal in den letzten Jahren war der Punkt Unterschied vor einem Derby so frappant wie in dieser Saison. Entlebuch als Leader wies bereits fünfzehn Meisterschaftspunkte mehr auf dem Kon-to aus. Die ungeschlagenen Gäste vom unteren Amt wollten nach dem Sieg vor Wochenfrist in Schüpfheim das gleiche auf der Blindei wiederho-len. Denn nichts schmeckt süsser als der Derby-sieg. Mit diesem Motto starteten die Gäste vehe-ment in die Partie und der wieder genesene Martin Amhof musste bereits in der ersten Minute interve-nieren. Den Beweis dafür, dass die Gäste schon einige Treffer in den Startminuten erzielten, traten sie sofort an. Der Torgefährliche Youngster Las Schmid zielte in der sechsten Minute jedoch übers Tor. Die erste Chance der Platzherren verzeichne-te Angelo Zimmermann in der siebten Minute. Sein Schuss blieb aber aus ausgezeichneter Position ein Harmloses „Schüsslein“ welches Pascal Bucher im Tor der Gäste nicht zu beunruhigen wusste. Wenig später musste Bucher aber trotzdem hinter sich greifen. Im Anschluss an einen Eckball von der Emmenseite geriet die Abwehr von Entlebuch zu kurz und der aufgerückte Adrian Bachmann lies die Platzherren jubeln. (9.)

Pfeife blieb stumm
Die Schumacher / Bürkli Elf Besass gleich nach dem Führungstor die besten Momente. Die etwas verdutzt sich ansehenden Gäste sahen eine An-griffswelle um die andre auf sich zukommen. In dieser Phase entwickelte sich eine Heikle Situation in welcher der Pfiff vom guten Schiedsrichter Ro-land Heini Stumm blieb. Sein Blickwinkel war beim zu fall kommenden Alain Brunner nicht der gleiche, wie der der vehement Elfmeter fordernden, be-achtlichen Zuschauer Kulisse. In dessen Diskussi-onen hinein lancierten die Entlebucher einen An-griff über die Klubhausseite. Ivo Thalmann lief von der Seitenlinie quer zur Mitte, liess mit der Körper-täuschung gleich zwei Verteidiger in leere laufen und sah sich am Halbkreis völlig unbehelligt in ei-ner guten Abschlussposition. Mit seinem Lobball aus rund fünfundzwanzig Metern traf er über Tor-wart Martin Amhof hinweg zum 1:1 (13.) in die Wolhuser Maschen. Das Derby war durch diese beiden Treffer innert kürzester Zeit so richtig lan-ciert. Es zeigte aber in dieser Phase deutlich die Unterschiede der Kontrahenten. Während bei den Einheimischen alles mit viel Krampf erarbeitet werden musste, wie beim Führungstreffer, ging es bei den Gästen wesentlich leichter von der Hand. Die Effizienz im Abschluss verdeutlichte der Aus-gleichstreffer symbolisch. Aus dem Mittelfeld her-aus, mit dem Absender des omnipräsenten Spieler-trainer Daniel Kaufmann, gelangten immer wieder gefährliche Ballvorlagen in die Füsse der Angreifer. Luca Schütz und Lars Schmid prüften einige Male die Aufmerksamkeit der Wolhuser Hinterleute. Wurden diese etwas unter Druck gesetzt schlichen sich sofort Fehler in deren Zuspielen ein, während der Leder vor Selbstvertrauen strotzte und die Bälle meist ihren Empfänger fanden. Kurz vor dem Pau-sentee verstärkte die Farbschachen Truppe noch-mals die Offensive. Wolhusen welches mit viel Engagement und Kampf dagegen hielt, vermochte nur noch in der 39. Minute eine Chance zu ver-zeichnen. Alain Brunner blieb an der vielbeinigen Gäste Abwehr hängen, welcher in beginnender „Skisaisonmanier“ versuchte diese wie Tore zum um kurven. Der Pfiff von Roland Heini beendete einen interessante ersten Spielabschnitt, welcher Appetit auf mehr machte, wie das „schlotzige“ wunderbar mundete Risotto, welches Mario Breit mit seiner Crew zubereitete und servierte.

Gleich mit Gelb gebremst
Dass sich der Leader aus Entlebuch ein andres Resultat vorstellte schien die Kabinenpredigt be-wirkt zu haben. Gleich vom Anpfiff an präsentierte sich die Kaufmann Elf entschlossener. Die gelbe Karte an die Adresse von Daniel Brunner zeigte dies auch optisch. Um die Spielstunde musste Tor-schütze Adrian Bachmann abrupt in den Zwei-kampf gegen den schnellen Linus Bieri einsteigen. Er handelte sich dabei nicht nur die gelbe Karte sondern auch eine Verletzung ein, welche in wenig später zur Aufgabe zwang. Diese Umstellung in der Hintermannschaft von Wolhusen sollte später, im Verlaufe der Partie, noch von Bedeutung sein. Auf tiefem aber bei besten, äusseren Bedingungen, entwickelte sich eine Begegnung mit viel Abnüt-zungspotential. Mit Umstellungen beider Teams versuchten die Verantwortlichen eine Entscheidung herbei zu führen.

Imfeld zirkelte, Bieri entwischte
Um die Angriffe stoppen zu können wendeten bei-de Antipoden unlautere Mittel an, welche hüben wie drüben zu Freistosschancen führten. Zum Auf-takt der Schlussphase durfte Claudio Imfeld von der rechten Strafraumecke einen Freistoss treten. Mit viel Gefühl zirkelte er das Leder durch den Strafraum und traf dabei beim linken Lattenkreuz an deren Unterkannte, von wo der Ball auf die Linie und zurück ins Spielfeld sprang ohne dass ein Wolhuser die Aktion in was zählbares verwandeln konnte. Noch mit dem Schicksal hadernd ver-schoben sich die Platzherren zu wenig rasch in ihre Positionen. Genau in diesem Moment fand der Ball die offene Schnittstelle in der Wolhuser Abwehr. Das leichte zögern zwischen Torwart und Verteidi-ger nutzte Joker Linus Bieri, welcher den Wolhuser Schlussmann an der Strafraumgrenze, links um kurvte und zum 1:2 einschob. (75.) Die Effizienten Gäste lagen typisch für eine solche Begegnung zweier unterschiedlich Erfolgreichen Teams in Front. Die Zeit an der Anzeigetafel neigte sich ste-tig dem Ende zu und den Gastgebern gelang es einfach nicht ihre wenigen Möglichkeiten zu was zählbarem umzumünzen. Ein Schlenzer von Reto Wicki war zwar ein gut gedachter Abschlussver-such, blieb zu guter Letzt eine sichere Beute vom aufmerksamen Torwart Pascal Bucher. Die Cleve-ren Teamwechsel trugen das seine zum Brechen von einem Spielrhythmus bei. Entlebuch brachte den knappen Vorsprung sicher über die Zeit und Wolhusen haderte einmal mehr mit dem Schicksal. Gar noch eine verbesserte Leistung wie gegen Sempach reichte wiederum zu keinem Punktge-winn. Langsam aber sicher wird die Tabellenlage ungemütlich, während sich die Entlebucher weiter-hin an der Tabellensonne laben dürfen.

Entlebuch vor Wintermeisterschaft? Und Wol-husen droht Überwinterung im einstelligen Punktesaldo.
Am kommenden Wochenende wird die laufende Vorrunde der Meisterschaft abgeschlossen. Entle-buch empfängt dabei um 17.00 Uhr mit Sempach einen im Seederby (1:1 gegen Sursee) etwas zu-rückgebundenen Verfolger auf dem Farb-schachen. Wolhusen seinerseits reisst ins Seetal zum FC Hitzkirch. Das Team von Trainer Mesut Gündem hat mit dem Sieg in Schüpfheim zur Schumacher / Bürkli Elf aufgeschlossen. Es spricht viel dafür, dass die Wolhuser trotz verbes-sertem Spiel, mit einstelliger Punktezahl überwin-tern werden. Die mit dem getankten Sieg erfolgte Moralspritze und der Tatsache, dass die Gäste mehr Spiel als Punkte im Seetal gesehen haben, spricht Bände für sich. Da muss Göttin Fortuna sich gewaltig ins Zeug legen um die vernichtende Statistik lüge zu strafen? Der aus Basel anreisende Elias Atici wird die Partie um 18.00 Uhr eröffnen. Hopp Äntlibuech und Hopp Wolhuse. (KS)

Bericht von Kurt Schöpfer FC Wolhusen

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Entlebuch gewinnt Derby 1:2 (0:2)

Entlebuch holt sich den prestigeträchtigen Derbysieg

Was nach etwas mehr als 20 Spielminuten und zwei Toren von Lars Schmid aussah wie ein klarer Fall für den Gast aus Entlebuch, sollte zum Schluss noch einmal zur Zitterpartie werden. Durch den Anschlusstreffer in der letzten Viertelstunde durch Marco Zemp keimte beim Heimklub gegen Ende noch einmal Hoffnung auf. Schlussendlich fehlten aber Kraft und Zeit, um die Hoffnungen auf Seiten der Schüpfheim zu Bewahrheiten. 

Bei traumhafter Kulisse starteten die beiden Teams mit viel Elan und Überzeugung in die Partie, welche für das Heimteam daher besonders war, da man seit fast zwei Jahrzehnten gegen den Gast vom Farbschachen nicht mehr gewinnen konnte. So taten sich im kampfbetonten Beginn beide Teams schwer, vor dem gegnerischen Tor für Gefahr zu sorgen und es kam vor allem zu harten Duells im Mittelfeld, die ab und an ein bisschen zu hart geführt wurden, so dass es zu Standartsituationen kam. Nach und nach veränderten sich aber die Kräfteverhältnisse auf dem Moosmättili. Da Entlebuch durch ihre Zweikampfstärke immer mehr Oberwasser bekamen und die Partie diktieren konnten. Eigentlich kam in der Startviertelstunde nur einmal etwas Unruhe auf, als Schüpfheims Schlussmann einen Flankenball vom Flügel nicht im ersten Versuch behändigen konnte und gerade noch das Leder im Nachfassen vor dem heranstürmenden Entlebucher festkrallen konnte. Des Weiteren hatten die Tormänner bis zu diesem Zeitpunkt einen ruhigen Abend, dies sollte sich aber in der Folge postwendend ändern.

Schmid-Doppelpack sorgt für klare Verhältnisse

Nach einem unnötigen Ballverlust im rechten Mittelfeld nach einem Befreiungsschlag des Schüpfheimer Torhüters Schöpfer, schaltete Entlebuch blitzschnell um und konnte nach toller Ballstafette Lars Schmid anspielen, der mit vollem Tempo auf Schüpfheims Hintermannschaft losziehen. Mit einer schnellen Körpertäuschung düpierte er Adam Graf und eilte ihm auch gleich davon in den Strafraum, wo er die Ruhe behielt und den Ball via Pfosten im langen Eck zum verdienten 0:1 versenkte und für erste Konsternation beim Heimklub sorgte, da man sich den Start in dieses Derby wohl etwas anders vorgestellt hatte. Es sollte für das Heimteam vom Moosmättili aber noch schlimmer kommen, denn nur gerade 5 Minuten nach dem Führungstreffer, stellte Lars Schmid bereits auf 0:2. Dabei musste hatte der Gast von Spielertrainer Daniel Kaufmann aber auch das Glück des Tüchtigen. Nach einem schönen Vorstoss über den rechten Flügel kam der Ball etwas glücklich zum Entlebucher Offensivmann. Dieser nahm den Ball direkt ab, welchen Luca Fahrni mit der Schulter dann unhaltbar für Schöpfer ablenkte, der daraufhin auf dem falschen Fuss erwischt wurde. Alles deutete nach diesem Treffer und dem Spielverlauf auf ein klares Verdikt für den Leader von Spielertrainer Daniel Kaufmann hin. Doch nach etwas mehr als einer halben Stunde kam Schüpfheim dann endlich besser ins Spiel und versuchten ihr Glück vermehrt in Offensivaktionen.

Schüpfheim verpasst Anschlusstreffer vor der Pause 

Die letzten sieben, acht Minuten des ersten Abschnitts wurde dann vor allem vom Heimklub aus Schüpfheim dominiert und Entlebuch konnte sich vor allem bei ihrem Schlussmann Silvan Aemmer bedanken, dass man den Anschlusstreffer nicht hinnehmen musste. Manuel Emmenegger, Tobias Kaufmann und Sandro Felder scheiterten nach der 40.Minute gleich im Minutentakt an den Reflexen des Maltersers in Diensten des FC Entlebuch und falls dieser geschlagen schien, war noch irgendein Entlebucher Bein dazwischen, das den fälligen Torjubel verhinderte. Die Gäste tauchten nur noch einmal sehenswert in Schüpfheims Strafraum auf, doch Patrick Lötscher konnte aus spitzem Winkel den Tormann nicht bezwingen und so schickte ein konsequenter und äusserst souveräner Schiedsrichter die beiden Mannschaften in die verdiente Pause, um die Batterien wieder aufzuladen. 

Entlebuch vergibt Vorentscheidung nach Wiederanpfiff 

Nach dem Wiederanpfiff waren es die Gäste vom Farbschachen, welche sofort die Offensive suchten und mit dem dritten Treffer an diesem Abend den Sack zu machen wollten. Dieses Vorhaben versuchte das Heimteam resolut zu verhindern, der quirlige und schnelle Schmid auf Seiten der Entlebucher machte es für die Verteidigung der Roten aber äusserst schwer und setzte sich immer wieder gekonnt auf dem Flügel durch. Bis zum Ablauf der vollen Stunde hätte der Tabellenführer die Möglichkeiten besessen, den Score zu erhöhen und Ruhe in die Partie zu bringen. Doch entweder setzte man die perfekten Zuspiele in den Rückraum über den Kasten, scheiterte an Schlussmann Schöpfer oder verfehlte das Leder um Haaresbreite am zweiten Pfosten. So waren bereits 70 Minuten gespielt, als Schüpfheim das Spieldiktat noch einmal versuchte an sich zu reissen, um schnellstmöglich zum Anschlusstreffer zu kommen, damit vielleicht doch noch etwas Zählbares eingefahren werden konnte.

Zemp lässt Schüpfheims Hoffnungen am Leben 

In der 77.Minute wurde das Unterfangen der Gaisberger-Elf dann endlich mit dem Anschlusstreffer zum 1:2 belohnt. Dabei profitierte man von einem unmotivierten Ausflug des Entlebucher Schlussmannes, welcher einen Flankenball unterlief und dadurch das Tor verwaist war. Marco Zemp reagierte am zweiten Pfosten am schnellsten und drückte den Ball irgendwie über die Linie. Damit war wieder für Spannung gesorgt und der Gastgeber war sich im Klaren, dass die Suppe noch nicht ausgelöffelt war und ein Punktgewinn nach wie vor im Bereiche des Möglichen lag. Leider konnte aber das Heimteam in der Folge nicht mehr entscheidend zusetzten, da man im Verlaufe des Spiels bereits viel Kräfte liegen gelassen hat und viel investieren musste, um zurück ins Spiel zu kommen. Trotzdem ging der Herzschlag in der Schlussphase beim einen oder anderen noch einmal in die Höhe. Zuerst schafften es die Entlebucher nicht mit einem 3 gegen 1 Konter die Partie zu entscheiden, da man diesen nicht clever genug vortrug. Dann wurde es im Entlebucher Strafraum noch einmal hektisch, als Aaron Haas einen Ball unbedrängt mit der Brust weiterleiten konnte, sein Mitspieler es aber verpasste den Schuss in Richtung Tor abzugeben und den Ball vertändelte. So besiegelte der Unparteiische mit dem Schlusspfiff die nächste Niederlage für die Schüpfheim, die wie so oft sehr knapp ausfiel. 

Zweikampfstärke Entlebuchs war der Schlüssel zum Erfolg 

Den Unterschied machten die Entlebucher vor allem in den ersten 30 Minuten aus, indem sie von Beginn weg die Zweikämpfe resolut für sich zu entscheiden wussten und daher das Spieldiktat an sich rissen. Das der Gast vom Farbschachen zuerst gekonnt und anschliessend mit etwas Glück zwei Tore vorlegen konnte, war für die Elf von Franz Gaisberger eine zu hohe Hypothek, zumal man es verpasste vor der Pause den Anschlusstreffer zu bewerkstelligen. Schlussendlich kam der Anschlusstreffer etwas zu spät, damit man vielleicht das Ruder in diesem Derby noch einmal hätte herumreissen können. So ging aufgrund der Startphase der Sieg des Gastes zwar in Ordnung, die aufopfernd kämpfenden Schüpfheimer hätten aber mit etwas mehr Entschlossenheit im Abschluss eine Punkteteilung sicherlich noch erzielen können. So geht es nun in den letzten beiden Partien gegen direkte Konkurrenten in der Tabelle noch darum den Anschluss zum Mittelfeld zu halten und die Spiele wenn möglich für sich zu entscheiden, damit man nicht schon nach der Hälfte der Spielzeit einem Punkterückstand hinterherrennen muss! 

Matchtelegramm

Spielort: Sportanlage Moosmättili , 250 Zuschauer

Tore: 17. Lars Schmid 0:1 ; 23. Lars Schmid 0:2 ; 78. Marco Zemp 1:2

Schüpfheim Patrick Schöpfer, Sandro Felder, Nathan Graf, Adam Graf, Lars Stirnimann, Jonas Setz, Aaron Haas, Dario Schmid, Luca Farni, Manuel Emmenegger, Tobias Kaufmann

( Eingewechselt: Silvan Furrer, Marco Zemp, Tom Felder, Michael Tellenbach )

Entlebuch Silvan Aemmer, Christian Affentranger, Patrick Wigger, Nicola Hofstetter, Patrick Lötscher, Lukas Studer, Daniel Kaufmann, Ivo Thalmann, Luca Schütz, Lars Schmid, Pascal Vogel

( Eingewechselt: Janik Portmann, Fabian Brun, Linus Bieri, Sven Unternährer )

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Entlebuch bleibt auf der Siegerstrasse

Im Spiel zwischen Co-Leader Entlebuch und Tabellenschlusslicht Eich setzte sich der Favorit zum Schluss mit einem zwei Tore Vorsprung durch. Der Weg dahin war jedoch ein zäher und harter K(r)ampf.

 

Pascal Helfenstein

 

Mit einer kleinen Überraschung im Gepäck reiste die Farbschachen-Elf zum Auswärtsspiel nach Eich. So war in der Startelf ein altbekannter Name zu finden. Michael Mahler zog an diesem Abend aushilfsweise noch einmal das Trikot der ersten Mannschaft an und lief von Beginn weg für die Entlebucher Truppe auf. In der Startphase tasteten sich die beiden Teams etwas ab. Eich versuchte Entlebuch nicht ins Spiel kommen zu lassen und verhinderte auf gekonnte Weise den Spielaufbau der Gäste. Zudem war schnell einmal zu sehen, dass Eich sehr schnelle Aussenläufer und Stürmer auf seiner Seite hatte, welche nur auf den kleinsten Fehler in der Entlebucher Abwehr lauerten. Dennoch waren es die Entlebucher, welche die erste Torchance der Partie für sich notieren konnten. In der zehnten Spielminute war es Janik Portmann dessen Schuss von Maurice Gassmann pariert werden musste.

 

Ein Tor ohne Ansage

Nur kurze Zeit später tauchte auch Michael Mahler ein erstes Mal gefährlich im gegnerischen Strafraum auf, setzte seinen Abschluss jedoch übers gegnerische Gehäuse. Auf der anderen Seite kam auch Eich zu seinem ersten Torschuss, welcher aber sichere Beute von Silvan Aemmer wurde. Nach und nach brach der Spielfluss dann etwas ab. Viele Fouls und viele Unterbrechungen führten dazu, dass das Spiel zähflüssiger wurde, was eher dem Gastgeber aus Eich entgegenkam. Zudem verloren die Entlebucher in dieser Phase zu viele Zweikämpfe insbesondere in der Luft. Es war noch nicht ganz eine halbe Stunde gespielt als Entlebuch einen Ball am eigenen Strafraum ungenügend klären konnte. Eich lancierte gleich den nächsten Angriff über rechts und düpierte die Entlebucher Hintermannschaft. Der Querpass im Strafraum fand den Weg zum freien Dario Schwizer welcher zum 1:0 für Eich einschob.

 

Entlebuch dreht das Spiel

Entlebuch zeigte die einzig richtige Reaktion und liess sich durch den Rückstand nicht verunsichern. Nur drei Minuten später scheiterte Christian Affentranger mit seinem Abschlussversuch per Kopf nur ganz knapp. Beim direkt darauffolgenden Eckball liess er sich die Chance dann aber nicht mehr entgehen und köpfelte wuchtig zum Ausgleich für die Entlebucher ein. Auch danach konnte keines der beiden Teams eine klare Dominanz entwickeln und auf beiden Seiten scheiterte je ein Abschlussversuch am gegnerischen Schlussmann. Mittlerweile lief bereits die letzte Minute der ersten Halbzeit. Christian Affentranger setze sich auf der linken Seite gegen seinen Gegenspieler durch und lancierte mit einem Pass in die Tiefe Lukas Studer. Dieser umlief seinen Bewacher mit einer Finte und spielte einen Pass in den Rücken der Abwehr. Michael Mahler lauerte bereits auf das Zuspiel und versenkte den Ball unhaltbar im Netz.

 

Der Joker trifft

Die Gastgeber konnten sich in der Pause nochmals neu sammeln und starteten besser in die zweite Halbzeit als die Entlebucher. Besonders auf schnelle Konter war die Entlebucher Abwehr an diesem Abend sehr anfällig und so war auch Entlebuchs Schlussmann immer wieder gefordert. Sechs Minuten nach der Pause bewahrte Silvan Aemmer mit seiner Intervention gegen Eichs Steinmann die Entlebucher vor dem Ausgleich. Doch auch auf diese eher schwierige Spielphase fanden die Entlebucher die beste Antwort. Lukas Studer sorgte in der 66. Spielminute für einen Ballgewinn in der gegnerischen Platzhälfte. Er lancierte Michael Mahler der seinerseits den auf der rechten Aussenbahn heranstürmenden Luca Schütz bediente. Schütz, welcher drei Minuten zuvor eingewechselt worden war, zögerte nicht und versenkte den Ball zum 3:1 in der unteren, linken Torecke. Je länger das Spiel nun dauerte desto mehr stellte Eich sein Spiel um und versuchte die Offensive noch mehr zu forcieren. Nach wie vor waren sie am gefährlichsten wenn sie zu einem schnellen Gegenangriff ansetzen konnten, wobei ihnen die Entlebucher ab und zu ungeschickterweise sogar etwas behilflich dabei waren. Für den Anschlusstreffer reichte es ihnen aber nicht unter anderem auch dank den Paraden von Silvan Aemmer. Auf der anderen Seite verpasste Patrick Wigger vier Minuten vor Schluss nach einem Eckball den vierten Treffer für die Gäste nur äusserst knapp. Schlussendlich war es dann eben doch der Favorit der sich mit einem Arbeitssieg durchsetzen und die drei Punkte mit auf den Heimweg nehmen konnte.

 

Spieltelegramm

Spielort: Brand. – Zuschauer: 70. – Tore: 27. 1:0 Dario Schwizer, 30. 1:1 Christian Affentranger, 45. 1:2 Michael Mahler, 66. 1:3 Luca Schütz – Entlebuch: Silvan Aemmer, Patrick Wigger, Ivo Thalmann, Fabian Brun (63. Luca Schütz), Christian Affentranger, Patrick Lötscher, Pascal Vogel (90. Michael Koch), Lukas Studer, Daniel Kaufmann, Janik Portmann (69. Linus Bieri), Michael Mahler (85. Nicola Hofstetter) – Bemerkungen: je 1x gelb für Entlebuch und Eich

Hoher Sieg für Entlebuch

Nach zwei Toren innert fünf Minuten für Entlebuch erwachte der FC Algro und brachte das Heimteam etwas in Bedrängnis. Der dritte Treffer, der praktisch mit dem Pausenpfiff fiel, besiegelte schon früh die Niederlage des letztjährigen Tabellenersten.

 

Gerry Gut

 

In der ersten Viertelstunde verhielten sich beide Teams eher abtastend, wobei Entlebuch mit dem einen oder anderen Abschlussversuch optisch überlegen wirkte. Es folgte ein schönes Zuspiel von Daniel Kaufmann in den Sechzehner auf Lukas Studer, welcher nicht lange fackelte und technisch mustergültig das Führungstor erzielte. Und bereits fünf Minuten später tänzelte Lars Schmid mit dem Ball am Fuss um seinen Gegenspieler herum und erwischte Algros Torhüter Reto Langenstein aus spitzem Winkel. Diese Zweitoreführung veranlasste die Farbschachenelf nun einmal das Spiel zu beruhigen und zu kontrollieren, was auch weitgehend gelang.

 

Altbüron-Grossdietwil nun am Drücker

Die Mannschaft von Spielertrainer Ronny Bossert bemühte sich mehr und mehr über den Kampf ins Spiel zu kommen. Allerdings vermisste man gänzlich die Präzision und Kaltblütigkeit, die das Team in der letzten Saison auszeichnete. so dauerte es bis zur 36. Minute, ehe Entlebuchs Torhüter erstmals ernsthaft geprüft wurde. Ein weites Zuspiel gelangte zu Ronny Bossert, welcher mit einer Direktabnahme am hervorragend reagierenden Silvan Aemmer scheiterte. Und drei Minuten später sorgte Ferat Ogjaj mit einem Freistoss aus 18 Metern für Unruhe. Sein scharfer Schuss wurde von Silvan Aemmer nach vorne abgewehrt, den Nachschuss verzog Cyrill Bossert am Tor vorbei. In dieser Phase schienen die Entlebucher etwas den Faden zu verlieren. Der Anschlusstreffer schien eine Frage der Zeit zu sein. Doch kurz vor der Pause entwischte wiederum Lars Schmid der gegnerischen Abwehr. Sein flaches Zuspiel von der Grundlinie wurde aber von Freund und Feind verpasst.

 

Drittes Tor noch vor der Pause

In der Nachspielzeit der ersten Hälfte fand Spielertrainer Daniel Kaufmann mit einem präzisen Zuspiel in den Strafraum die Abwehrlücke, wo Ivo Thalmann am Torhüter vorbei einschieben konnte.

Der FC Algro kam aggressiver aus der Kabine, wirkte präsenter und versuchte nun mit gradlinigem Spiel zu Chancen zu kommen. Allerdings vermochten die Entlebucher mit vereinten Kräften sämtliche heiklen Situationen zu bewältigen. So wurde Entlebuchs Torhüter in der 53. Minute nach einem Kopfball von Ronny Bossert auf dem falschen Fuss erwischt. Doch Patrick Wigger klärte noch vor der Linie.

 

Entscheidung nach einer Stunde

Der hohe Rückstand, das eigene Unvermögen und die fehlende Präzision verleiteten einige Spieler der Gäste dazu, sich über Entscheide des Schiedsrichters zu beschweren, was sie, ausser drei gelben Karten, ebenfalls unnötige Energie kostete. Die Quittung folgte prompt, als in der 64. Minute Lars Schmid in die Tiefe lanciert wurde und versuchte Reto Langenstein mit einem angehobenen Ball zu überlisten. Dieser reagierte mit einem hervorragenden Reflex und konnte abwehren. Jedoch war Janik Portmann zur Stelle, welcher den hohen Ball nur noch einzunicken brauchte. Nun war der Widerstand der Hinterländer gebrochen. Der FC Entlebuch konnte wieder bestimmter auftreten, die Spielanlage verlagerte sich vermehrt in die andere Hälfte. Eine Viertelstunde vor Schluss brachte ein schönes Zusammenspiel zwischen Pascal Vogel und Fabian Brun den fünften Treffer, wobei letzterer mit Übersicht und einem lockeren Schieber in die Ecke traf.

 

Drei Auswärtsspiele

Eine letzte Tormöglichkeit bot sich Ronny Bossert noch in der 79. Minute. Doch Silvan Aemmer konnte sich nochmals auszeichnen, als er dessen Freistoss aus der Ecke boxte. Der FC Entlebuch zeigte an diesem Abend, dass er zu Recht an der Spitze der Tabelle mitmischt. Gradliniges, aggressives Spiel wechselte ab mit Besonnenheit und taktischem Ballhalten. Zudem konnten sich fünf verschiedene Torschützen feiern lassen. Nun gilt es die ausgezeichnete Verfassung in den drei folgenden Auswärtsspielen zu konservieren. Nach dem Spiel gegen den Aufsteiger SC Eich kommt es zu den Derbys gegen Schüpfheim und Wolhusen.

 

Spieltelegramm

Spielort: Farbschachen. – Zuschauer: 150. –

Schiedsrichter: Antonio Ferreira. – Tore: 15. Lukas Studer 1:0, 19. Lars Schmid 2:0, 45.+1 Ivo Thalmann 3:0, 64. Janik Portmann 4:0, 77. Fabian Brun 5:0. – Entlebuch: Silvan Aemmer, Patrick Wigger, Christian Affentranger, Fabian Brun (80. Lars Unternährer), Nicola Hofstetter (68. Michael Koch), Daniel Kaufmann, Janik Portmann, Ivo Thalmann, Lukas Studer (84. Silvio Eugster), Lars Schmid (73. Luca Schütz), Pascal Vogel (84. Linus Bieri).

Drei Punkte aus Dagmersellen entführtt

Frühe Führung in der 1. Minute

Zu Beginn dieser 6. Meisterschaftsrunde betrug die Punktedifferenz vom 1. bis zum 5. Platz lediglich einen Zähler! Will man nach sechs Runden weiterhin ganz vorne dabei sein, müssen weitere Punkte erspielt werden!

Die Ausgangslage dieser Runde war somit hochbrisant und man durfte auf eine spannende Partie hoffen.

Wer vor Beginn dieser Partie das Gefühl hatte, die beiden Mannschaften würden dieses Spiel abwartend und eher langsam angehen, sah sich getäuscht.

Die Match – Uhr stand noch nicht einmal bei einer Minute, hiess das Resultat bereits 0:1!

Schiedsrichter Bosshard gab die Partie frei und Entlebuch führte das Anspiel aus! Der Ball lag in den Füssen von Spielertrainer Daniel Kaufmann, welcher blitzschnell den freistehende Lars Schmid bediente. Schmid setzte sich auf der linken Seite durch und schob das Leder flach am Torhüter rechts vorbei in die Maschen.

Die Einheimischen hatten sich von diesem Schock langsam erholt und fanden nun nach 10 Minuten etwas besser ins Spiel. Entlebuch eroberte sich daraufhin im Mittelfeld den Ball, wobei Lars Schmid flach angespielt wurde. Dieser liess den Ball zwischen seinen Beinen durch und Daniel Kaufmann konnte den Ball übernehmen. Sein Schuss in die linke untere Ecke wurde vom Schlussmann aber gekonnt pariert.

In der Folge war es nun Dagmersellen, welches im Mittelfeld den Ball erkämpfte. Der schnelle Steilpass auf die Spitze wurde vom herauslaufenden Torhüter Silvan Aemmer in letzter Sekunde wegbefördert. Wenige Minuten später gab es wiederum eine ähnliche Situation. Diesmal musste Aemmer ausserhalb des Strafraumes Hals und Kragen riskieren und sogar mit einem Kopfball befreien.

Infolge einer Regelwidrigkeit bekam Entlebuch einen Freistoss zugesprochen. Lukas Studer nahm sich das Leder und bediente Daniel Kaufmann mit einem Querpass. Der scharf getretene Schuss traf den gegnerischen Torhüter derart unglücklich an der Hand, dass dieser verletzt ausgewechselt werden musste.

Auf der linken Seite lancierte Dagmersellen einen weiteren Angriff. Die Hereingabe wurde direkt übernommen, doch die Kugel flog weit übers Tor. In der 38. Spielminute wurde Patrick Lötscher auf der Höhe der Mittellinie derart hart angegangen, dass auch er leider verletzt das Spielfeld verlassen musste.

Eine weitere nennenswerte Aktion fand auf der linken Seite statt. Jan Achermann setzte sich im Mittelfeld trickreich durch, lief bis zur Grundlinie und spielte in den Strafraum. Sein Zuspiel konnte jedoch aus aussichtsreicher Position nicht verwertet werden.

Nun waren es die Einheimischen, welche kurz vor der Pause einen ähnlichen Angriff auslösten. Die scharfe Hereingabe wurde jedoch von Aemmer zu Nichte gemacht. Kurz darauf beendete Schiedsrichter Rolf Bosshard die erste Halbzeit!

 

 

Zwei stehende Bälle führten in der zweiten Hälfte zu nennenswerten Treffern

 

Auch nach dem Pausentee stand die Hintermannschaft von Entlebuch weiterhin sehr solide da und liess aus dem Spiel heraus keine gefährlichen Aktionen zu.

In der 49. Spielminute bekam Entlebuch einen Freistoss zugesprochen. Lukas Studer übernahm die Verantwortung und zirkelte den Ball mit viel Drall in den Strafraum. Der Kopfball von Jan Achermann verfehlte das Ziel nur um Haaresbreite!

Dagmersellen hingegen ging nun höhere Risiken ein und wollte unbedingt den Ausgleich erzielen. Die Hintermannschaft von Entlebuch war mehr und mehr gefordert!

In der 73. Minute pfiff Schiedsrichter Basshard einen Freistoss für Dagmersellen.

Ineichen setzte sich den Ball! Aus 25 Metern drosch er diesen über die Mauer und versenke ihn unhaltbar in der linken oberen Ecke!

Keine der beiden Mannschaften wollte sich mit dem Unentschieden begnügen! Das Spiel wurde in der Folge ruppiger und gehässiger!

Die Angriffsbemühungen beider Mannschaften blieben vorerst erfolglos, da die Zuspiele aus dem Spiel heraus zu unpräzise waren oder die Hintermannschaften gute Arbeit leisteten.

Die stehenden Bälle sorgten auf beiden Seiten immer wieder für viel Gefahr und Nervenkitzel.

So war es dann in der 83. Minute, als Entlebuch einen Eckball treten konnte.

Lukas Studer schoss den Ball gefährlich mit viel Drall in den Strafraum und Patrick Wigger stand goldrichtig. Mit dem Kopf versenkte er den Ball mit viel Wucht unhaltbar in die Maschen.

Mit einer hervorragenden Mannschaftsleistung, Kampfgeist und grossem Siegeswillen spielte man die restliche Zeit über die Runden und liess sich somit den Sieg nicht mehr nehmen.

 

Erwin Bieri

 

Spieltelegramm:

Chrüzmatt, 100 Zuschauer

Schiedsrichter: Rolf Bosshard

 

Tore:

1 Min. 0:1 Lars Schmid, 73 Min. 1:1 Ineichen

83 Min. 1:2 Patrick Wigger

 

Entlebuch: Silvan Aemmer, Christian Affentranger, Patrick Wigger, Daniel Kaufmann, Jan Achermann, Pascal Vogel, (60. Luca Schütz) Lars Schmid, (90. Michael Koch) Janik Portmann, (46. Nicola Hofstetter)  Patrick Lötscher, (38. Fabian Brun) Ivo Thalmann, Lukas Studer

Kein Sieger im Spitzenkampf

In einem animierten Spiel gab es zwischen den beiden Spitzenteams Entlebuch und Sursee keinen Sieger. Sursee vermochte zweimal einen Rückstand wettzumachen und Entlebuch fehlte am Schluss das Glück zum Lucky Punch.

 

Pascal Helfenstein

 

Das Duell der beiden Leader in der Gruppe 3 war von Beginn an ein unterhaltsames Spiel. Entlebuch startete sehr zielstrebig und hatte nach fünf Minuten bereits zwei Eckbälle und zwei Abschlussversuche auf dem Konto. Wenig später lancierte Entlebuchs Spielertrainer Daniel Kaufmann seinen Mitspieler Pascal Vogel auf der rechten Seite. Dieser hatte gerade genügend Zeit um kurz zu sehen wo ein Mitspieler frei war und spielte eine präzise Flanke mittig vor den gegnerischen Strafraum. Dort stand Lukas Studer, welcher keine Sekunde überlegte und volley drauf hielt. Sein Abschluss passte perfekt ins Lattenkreuz und markierte die frühe Führung für die Gastgeber.

 

Abstimmungsproblem in der Abwehr

Die Gäste aus Sursee reagierten auf den Rückstand und liessen die Entlebucher nun nicht mehr ganz so gewähren wie zuvor. Ein erster Freistoss für ihre Farben brachte aber keinen Erfolg. Kurz darauf leistete sich Entlebuch einen dummen Ballverlust nach einem Einwurf. Sursee spielte einen langen Ball nach vorne und suchte Mittelstürmer Helder Miguel Gaspar. Entlebuchs Patrick Wigger war mitgelaufen und schien die Sache unter Kontrolle zu haben doch gleichzeitig eilte Silvan Aemmer aus seinem Tor. Schliesslich fühlte sich keiner so richtig zuständig für den Ball, so dass Sursee’s Sturmspitze der lachende Dritte war. Er schnappte sich den Ball und erzielte aus halbrechter Position den Ausgleich ins leere Entlebucher Tor. Die Ausgangslage war nun wieder vollkommen offen und keines der beiden Teams wollte sich verstecken.

 

Lukas Studer zum zweiten

Vier Minuten später startete Entlebuch einen nächsten Angriff. Mit einer schönen Kombination ausgehend vom Verteidiger Nicola Hofstetter fand der Ball den Weg zu Daniel Kaufmann, der das Spiel auf die andere Seite zu Christian Affentranger verlagerte. Dieser ging ein paar Schritte vorwärts, sah seinen Mitspieler Lukas Studer lossprinten und bediente ihn mit einem präzisen Zuspiel. Sursee’s Abseitsfalle schnappte nicht zu und Lukas Studer schob elegant und eiskalt zum 2:1 für Entlebuch ein. Je näher die Pause nun kam, desto mehr flachte das Spiel ab. Die intensive Startphase schien auf beiden Seiten ihre Spuren hinterlassen zu haben. Da keine Mannschaft kurz vor der Halbzeit noch einen Fehler begehen wollte, entschied man sich lieber für die Variante defensive Sicherheit.

 

Eine Standardsituation optimal ausgenutzt

Halbzeit zwei liess dann zu Beginn wieder kaum Zeit für eine Verschnaufpause. Beide Teams suchten ihr Glück nun wieder vermehrt in der Offensive und erspielten sich auch Chancen. So wie Sursee in der 52. Spielminute als Florentin Prenrecaj zu viel Zeit im Entlebucher Strafraum hatte um eine Flanke für seinen Mitspieler aufzulegen. Samuel Pose hämmerte den Ball dann aber am Entlebucher Gehäuse vorbei. Auf der anderen Seite war es Lars Schmid der kurze Zeit darauf seinem Bewacher entwischte und einen schönen Pass zurück auf Jan Achermann legte. Leider rutschte dieser im dümmsten Moment auf der nassen Unterlage aus, sodass Sursee die Situation klären konnte. Zwanzig Minuten vor dem Ende der Partie kam Sursee zu einem Freistoss. Die Zuordnung im Entlebucher Strafraum war alles andere als perfekt, was die Gäste auszunutzen vermochten. Ein Zuspiel von links aussen erreichte den freistehenden Serge Koch der mit seinem Schuss den Ausgleich für Sursee erzielte.

 

Kein Glück im Abschluss

Damit war nochmal für richtig Stimmung für die letzten paar Minuten gesorgt. Nach einer kleinen Verschnaufpause auf beiden Seiten nahm die Intensität gegen Ende des Spiels nochmals klar zu. Es war nun wieder Entlebuch, das die Zügel in der Hand hielt und zu Chancen quasi im Minutentakt kam. Zwei Minuten vor dem Ende waren es Patrick Lötscher und Jan Achermann die beide mit ihrem Abschluss nur knapp scheiterten. Doch damit noch nicht genug. In der 90. Minute war es noch einmal Lars Schmid, der sich auf seiner Seite durchsetzen und zur Mitte spielen konnte. Fabian Brun kam angebraust und haute den Ball aus elf Metern zum Entsetzen der eignen Fans über das Tor. Für den Schlusspunkt war dann Christian Affentranger zuständig, der einen Freistoss in der Nachspielzeit an die Latte setzte. Somit blieb es bei der Punkteteilung. Mit etwas Glück wäre für die Einheimischen mehr drin gelegen. Doch über das gesamte Spiel hinweg gesehen war das Unentschieden ein durchaus gerechtes Resultat.

 

 

 

Spieltelegramm

Spielort: Farbschachen. – Zuschauer: 170. – Schiedsrichter: Memeti. – Tore: 8. Min. 1:0 Lukas Studer, 15. Min. 1:1 Helder Miguel Gaspar, 19. Min. 2:1 Lukas Studer, 71. Min. 2:2 Serge Koch Entlebuch: Silvan Aemmer, Christian Affentranger, Patrick Wigger, Nicola Hofstetter, Daniel Kaufmann, Jan Achermann, Pascal Vogel, Lars Schmid, Janik Portmann, Ivo Thalmann, Lukas Studer (71. Fabian Brun, 86. Patrick Lötscher) Sursee: Shaban Krasniqi, Andy Macieria, Marco André Alves, Kevin Brun, Philippe Bregenzer, Helder Miguel Gaspar, Samuel Pose, Daniel Sieger, Janosch Kramis, Serge Koch, Joël Steiger (37. Florentin Prenrecaj, 46. Timon Gschwind, 65. Doncho Bozhinov, 84. Manuel Monzee)