Bericht Entlebuch-Dagmersellen

Dank dem Sieg über den FC Dagmersellen bleibt der FC Entlebuch in der Spitzengruppe und wahrt die Chancen auf die Aufstiegsspiele. Über 90 Minuten konnten sich die Entlebucher ein deutliches Chancenplus erarbeiten und damit verdient die drei Punkte im Farbschachen verteidigen.

 

Fabian Hofstetter

 

Das Spiel begann ohne grosses Abtasten und beide Mannschaften spielten von Beginn an offensiv. Bereits in der dritten Minute kam Entlebuch zur ersten nennenswerten Chance, bei welcher der Schuss aber noch übers Tor flog. In der sechsten Minute kam der FC Dagmersellen seinerseits zur ersten und zugleich auch besten Chance des Spiels. Schwizer wurde mit einem präzisen Ball hinter die Entlebucher Verteidigung lanciert und konnte alleine auf den Torhüter ziehen. Nur dank des blitzschnellen Reflexes von Bucher konnte der frühe Rückstand aus Sicht der Entlebucher abgewendet werden. Durch diese Aktion wachgerüttelt, konnten die Entlebucher anschliessend mehrere hochkarätige Chancen herausspielen. Mehrmals rettete Torhüter Burri die Gäste vor dem Rückstand.

 

Verdienter Führungstreffer

In der 35. Minute war es Bieri, welcher den Aufwand der Gastgeber belohnte und den Führungstreffer zum 1:0 erzielte. Mit einer präzisen Vorlage von Portmann in die Spitze war die gesamte Verteidigung der Gäste ausgehebelt und Bieri konnte alleine aufs Tor laufen. Der Schuss in die lange Ecke war dann nicht zu halten.

Nach dem Pausentee begannen beide Mannschaften wieder sehr offensiv. Die Entlebucher konnten jedoch die gegnerischen Spielzüge früh stören und so wenig Chancen zulassen. Auf der anderen Seite überrannte Schmid in der 53. Minute die gegnerische Abwehr und konnte die Hereingabe punktgenau über den Torwart auf Achermann flanken. Dieser musste den Ball nur noch Einnicken und erhöhte das Score damit auf 2:0.

 

Resultat verwalten

Mit der komfortablen Zwei-Tore Führung im Rücken nahmen die Gastgeber etwas Tempo aus dem Spiel und überliessen dem Gegner mehr Ballbesitz. Dadurch kam Dagmersellen auch wieder zu einer gefährlichen Chance in der 68. Minute. Wieder konnte Schwizer alleine auf Torhüter Bucher ziehen doch erneut blieb der Torhüter dank eines hervorragenden Reflexes Sieger. Knappe zehn Minuten später war es nochmals Achermann, welcher die vorzeitige Entscheidung hätte bringen können. Sein Kopfball fiel aber unglücklich auf das Aluminium und anschliessend hinter das Tor.

In der 90. Minute brachte dann Schwizer den Ball doch noch am Entlebucher Torhüter vorbei und erzielte den späten Anschlusstreffer für die Gäste. Damit war die heisse Schlussphase lanciert. Die Entlebucher agierten nun hektisch und die Gäste witterten nochmals die Chance auf den Ausgleich. Doch nach gut 93 Minuten pfiff der souveräne Schiedsrichte Ristic das Spiel ab.

Damit bleibt der FC Entlebuch einen Punkt hinter einem Aufstiegsplatz auf Rang 3 platziert. Das nächste Spiel findet bereits am Samstag um 16:00 Uhr auf dem Farbschachen gegen den SC Eich statt. Nur mit einem Sieg können die Chancen auf die Aufstiegsspiele gewahrt werden; die Schlussphase der Saison bleibt also spannend.

 

Spieltelegramm

Spielort: Farbschachen – Zuschauer: 150 Zuschauer – Schiedsrichter: Daniel Ristic, Schattdorf – Tore 35. 1:0 Bieri, 53. 2:0 Achermann, 90. 2:1 Schwizer

Entlebuch: Bucher, Affentranger (80. Studer), Wigger P., Unternährer, Achermann, Bieri (67. Wigger A.), Brun, Schmid (87. Schütz), Portmann, Lötscher, Thalmann

Dagmersellen: Burri L. Burri J., Steinger (77. Brugger), Tschopp, Fischer (46. Reichert), Peter, Herdener, Huber (27. Frey), Schwizer, Bernet, Accola

Bemerkungen: 65. Schmid, 68. Schwizer (Gelbe Karte), 76’ Lattenkopfball Entlebuch

Algro – Entlebuch 1:1 Spielbericht

Der FC Entlebuch gewinnt in einem attraktiven und spannenden Spiel einen wichtigen Punkt in Altbüron und bleibt somit im Rennen für die Aufstiegsspiele, welche immer noch aus eigener Kraft zu bewerkstelligen sind. Für die Hinterländer fühlt sich dieses Unentschieden wohl wie eine Niederlage an, da sie für das Erreichen der Ränge eins und zwei nun keine reelle Chance mehr besitzen.

Ueli Felder

Von Beginn an entwickelte sich ein auf hohem Niveau abwechslungsreiches und unterhaltsames Fussballspiel, wobei Altbüron unter grossem Druck stand, denn ohne Sieg entgeht ihnen vorzeitig die Teilnahme an der Aufstiegsrunde. So waren es auch die Einheimischen, die in der sechsten Minute nach mehrmaligen Direktspiel über die rechte Seite zur ersten grossen Torchance vor dem Entlebucher Torwart auftauchten. Doch Marco Mathis vereitelte den Führungstreffer für die Hinterländer mit einer sicheren Parade. Nach einer Viertelstunde Spielzeit wurde den Entlebuchern an der rechten Strafraumgrenze ein Freistoss zugestanden, welchen in gewohnter Manier vom treffsicheren Patrick Lötscher ausgeführt wurde. Für den geschlagenen Altbüroner-Torwart konnte nur noch die Torumrandung die Gästeführung verhindern. Von nun an war das Spiel so richtig lanciert und beide Mannschaften erarbeiteten sich zahlreiche Torchancen, welche jedoch immer wieder in den Fängen der gegnerischen Abwehrreihen endeten. Die Entlebucher erspielten sich in der ersten Halbzeit ein Chancenplus, die Altbüroner hingegen führten im Mittelfeld die etwas feinere Klinge. Kurz vor Ende der ersten Spielhälfte ergatterten sich die Einheimischen nach einem fehlbaren Zuspiel aus der Entlebucher Abwehrreihen das Leder. Marcel Koller aus Altbüron liess sich dabei nicht zwei Mal bitten und umspielte Torwart Marco Mathis, was gleichzeitig die 1:0 Führung und der Pausenstand bedeutete.

Entlebuch rackerte sich in der zweiten Halbzeit zum verdienten Unentschieden

Frisch gestärkt waren die Entlebucher gewillt, den Rückstand möglichst schnell auszugleichen und erspielten sich dabei zahlreiche Torgelegenheiten. Es dauerte aber bis zur 73. Minuten, als sich der wiedergenesene, lauffreudige Lars Schmid eine Unkonzentriertheit des gegnerischen Torwartes zu Nutzen machte und den Ausgleich in der Manier eines Routiniers erzielte. Für die letzte Viertelstunde war nun ein offener Schlagabtausch angesagt. Beide Mannschaften peilten für ihre Reihen mit einem aggressiven Konterspiel den Sieg an und intensivierten die Offensive mit neuen Spielern. Am Schluss durfte der einwandfreie Unparteiische das Spiel mit hohem Niveau und zahlreichen Torchancen bei einem gerechten Unentschieden beenden.

Die engagierten und zweikampfstarken Entlebucher zeigten in diesem Spiel, dass sie nach wir vor gewillt sind, ihr Saisonziel «die Teilnahme an den Aufstiegsspielen» zu erreichen. Mit dem präsentierten Aufwärtstrend und dem erfrischenden Offensivfussball wäre ihnen das zu gönnen. Die folgenden zwei Heimspiele, Dienstag- und Samstagabend, bieten dabei die beste Gelegenheit, dies weiterhin unter Beweis zu stellen.

 

Matchtelegramm

Spielort: Aengelgehr Altbüron. – Zuschauer: 200. – Schiedsrichter: Roger Krähenbühl, Emmen

Tore: 43. Min. Roger Koller 1:0, 73. Min. Lars Schmid 1:1

Entlebuch: Marco Mathis, Fabian Brun, Patrick Wigger, Christian Affentranger, Jörg Dahinden (46. Min. Sven Unternährer), Patrick Lötscher, Janik Portmann (67. Min. Adrian Wigger), Ivo Thalmann (70. Min. Lukas Studer), Jan Achermann, Linus Bieri (79. Min. Pascal Vogel), Lars Schmid

Bemerkungen: 3x gelb für Entlebuch, 1x gelb für Altbüron-Grossdietwil, 15. Min. Lattenschuss Entlebuch

FC Sursee II – FC Entlebuch 2:1 (0:0)

Der FC Entlebuch verliert trotz einem klarem Chancenplus gegen die Reserven des FC Sursee. Alleine in der Nachspielzeit hätten gleich mehrere Treffer für die tapfer kämpfende Farbschachen-Elf fallen müssen.

 

 

Raphael Bucher

 

Bei guten äusseren Bedingungen, jedoch auf einem etwas holprigen Platz, pfiff Schiedsrichter Robelli das Spiel pünktlich an. Und der Gast aus dem Entlebuch war sofort hellwach. Noch waren keine zwei Minuten gespielt, als der omnipräsente Linus Bieri alleine auf den gegnerischen Torhüter losziehen konnte, leider verfehlte sein Flachschuss das Ziel um einen Meter. Es war der Start in eine animierte Anfangsphase. Die Kaufmann-Elf störte den Gegner früh und war präsent, es schlich sich aber zu Beginn auch der eine oder andere Fehler ein. Deshalb kam der FC Sursee ebenfalls früh zu einer ersten Chance, Pascal Bucher im Tor der Entlebucher war aber wach und konnte die Situation im Herauslaufen klären.

 

Entlebuch tut sich in der ersten Halbzeit eher schwer

Nach diesem doch eher hektischen Start ins Spiel versuchten beide Teams nach zehn Minuten, mit gepflegtem Aufbauspiel zum Erfolg zu kommen. Die klaren Chancen blieben auf beiden Seiten nun aus. Entlebuch blieb jedoch die aktivere Mannschaft, spielte aufsässig. Bis auf zwei ungefährliche Weitschüsse durch Janik Portmann und Christian Affentranger schaute dabei jedoch nichts Zählbares heraus. In der 23. Minute hätten die Gäste dann in Führung gehen müssen. Linus Bieri zog auf dem rechten Flügel los, seine Flanke landete bei Luca Schütz. Dieser drückte direkt ab, der Torhüter von Sursee konnte nur zur Seite abwehren. Dort stand Patrick Lötscher, sein satter Schuss klatsche aber nur an den Pfosten. Bis zur Pause neutralisierten sich die beiden Teams dann im Mittelfeld. Die Zuschauer waren schon unterwegs ins warme Stadion-Restaurant, als der FC Sursee in der Nachspielzeit der ersten Hälfte wie aus dem Nichts zur ersten Grosschance kam. Zum Glück für Entlebuch drosch der Angreifer das Spielgerät aus vier Metern klar über das Tor.

 

Entlebuch mit klarem Chancenplus in der zweiten Halbzeit

Beide Trainer schienen in der Pause die richtigen Worte gefunden zu haben, ihre Mannen schritten entschlossen zur zweiten Halbzeit. Wie zu Beginn des Spiels hätten beide Teams schon früh ein Tor schiessen können. Es waren dann die Gastgeber, die zuerst reüssierten. Ein kluger Flachpass in den Rücken der Entlebucher Abwehr landete beim gegnerischen Angreifer, dieser schob den Ball aus sechs Metern gekonnt an Pascal Bucher vorbei ins Tor. Mit der Wut im Bauch reagierte die Farbschachen-Elf vehement. Nur eine Minute später hatte Patrick Lötscher das 1:1 auf dem Fuss, der Torhüter von Sursee konnte den Ball jedoch im Nachfassen auf der Linie entschärfen. Wiederum nur wenig später schoss Luca Schütz den vermeintlichen Ausgleich. Der Treffer wurde wegen einer Abseitsposition jedoch zu Recht nicht anerkannt. Der FC Entlebuch liess sich nicht beirren, drückte weiter konsequent auf den Ausgleich. Just in dieser Phase hätte der FC Sursee jedoch mit 2:0 in Führung gehen können, Pascal Bucher konnte den Schuss aus nächster Nähe mit einer Glanztat gerade noch entschärfen. Ansonsten war von den Gastgebern nicht mehr viel zu sehen. In der 78. Minute wurden die Entlebucher dann endlich für den grossen Aufwand belohnt. Jan Achermann bediente mit dem Kopf Linus Bieri, dieser drippelte den gegnerischen Torhüter gekonnt aus und schob zum Ausgleich ein. Und jetzt spielte definitiv nur noch der FC Entlebuch, Grosschance reihte sich an Grosschance. Doch entweder ging der Schuss ins Aussennetz, ein Bein des Verteidigers war noch im Weg oder der Ball prallte von der Torumrandung zurück. Und so kam es in der 96. Minute, wie es im Fussball oft kommt. Aus einer klaren Abseitsposition startend erlief sich ein Spieler des FC Sursee einen Befreiungsschlag und spielte den Ball zur Mitte. Dort stand sein Teamkollege goldrichtig und bezwang Pascal Bucher zum zweiten Mal an diesem Samstagabend. Doch auch jetzt gaben sich die Entlebucher noch nicht geschlagen, kamen zu zahlreichen weiteren guten Möglichkeiten. Die beste sah Christian Affentranger von einem Verteidiger auf der Linie abgewehrt. Nach 12 Minuten (!) Nachspielzeit beendete Schiedsrichter Robelli das Spiel und besiegelte die unnötige und bittere Niederlage für die Farbschachen-Elf und für die zahlreichen mitgereisten FCE-Fans.lanr Flachpass nur al Bucher drnen. Es waren dann aber die Gastgeber, die zuerst reüssierten. n Halbzeit. in h nur al Bucher dr

 

 

 

 

Spieltelegramm

Spielort: Schlottermilch. – Zuschauer: 150. – Schiedsrichter: Robelli. – Tore: 56. FC Sursee 1:0, 78. Linus Bieri 1:1, 96. FC Sursee 2:1. – Entlebuch: Pascal Bucher; Nicola Hofstetter, Patrick Wigger, Fabian Brun; Christian Affentranger, Jörg Dahinden, Janik Portmann, Patrick Lötscher, Jan Achermann; Luca Schütz, Linus Bieri (62. Adrian Wigger, 62. Pascal Vogel, 77. Michi Koch, 90. Sven Unternährer) – Bemerkungen: 1x gelb für Entlebuch, 2x gelb für Sursee; 23. Minute Pfostenschuss Entlebuch, 95. Minute Lattenschuss Entlebuch.

Bericht FC Entlebuch – FC Schötz II 2:0 (2:0)

In einem kampfbetonten Spiel schlägt Entlebuch den bisherigen Leader Schötz verdient und stürmt damit wieder an die Tabellenspitze.

 

Motivieren musste man beide Teams vor diesem Spitzenkampf nicht, es ging schliesslich um nichts weniger als die Tabellenspitze. Bei einem Schötzer Sieg wäre der Abstand zwischen den beiden Teams auf 6 Punkte angewachsen, während bei einem Entlebucher Sieg die erneute Tabellenspitze winkte.

 

Führungstor aus dem Nichts

Schötz startete aggressiver und übernahm zu Beginn des Spiels das Zepter. Mit zwei Distanzschüssen in den ersten drei Minuten zeigten die Gäste, dass sie bereit waren, dem Heimteam alles abzuverlangen. Als Entlebuch sich nach elf Minuten etwas aus der Umklammerung zu lösen vermochte und einen Entlastungsangriff starten konnte, gelangte Janik Portmann 35 Meter vor dem Tor auf halbrechter Position in Ballbesitz. Sein Schuss schien zunächst das Ziel zu verfehlen, senkte sich aber immer weiter und schlug zur Überraschung aller hinter dem Schötzer Schlussmann ein. Damit hatte Entlebuch das vielumjubelte Führungstor erzielt, das zu diesem Zeitpunkt eher gegen den Spielverlauf fiel. Entlebuch war nun definitiv auch im Spiel angekommen. Nur gut fünf Minuten später wurde den Einheimischen nach einem schnellen Angriff ein Corner zugesprochen. Es entstand ein Gewühl im Strafraum, wobei der Schiedsrichter auf Elfmeter entschied. Patrick Lötscher setzte sich den Ball und versenkte souverän. Damit war das Spiel definitiv lanciert.

 

Kampfstarke Entlebucher

Hatten die Entlebucher vor dem Doppelschlag in den Zweikämpfen oft den Kürzeren gezogen, waren sie nun häufig einen Schritt schneller als die Gäste. Eng wurde es allerdings nach 25 Minuten, als das Heimteam den Ball nach einem Eckball nicht aus der Gefahrenzone brachte. Ein Schötzer stieg am höchsten und setzte seinen Kopfball an die Latte. Es entwickelte sich im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit ein kampfbetontes Spiel mit vielen Zweikämpfen und phasenweise zahlreichen Fehlpässen. Entlebuch hatte die Sache aber weitgehend im Griff und konnte mit der Zweitore-Führung in die Pause gehen.

 

Vorsprung souverän verwaltet

Nach dem Seitenwechsel waren die Einheimischen das bessere Team. Viel Pech hatte man zwischen der 55. und 58. Minute, als nicht weniger als dreimal die Torumrandung getroffen wurde. Überhaupt brachten die schnell vogetragenen Entlebucher Angriffe die Schötzer Hintermannschaft immer wieder in Verlegenheit. Schötz wurde kaum mehr gefährlich und Entlebuch und brachte die Führung souverän über die Zeit. Der Platzverweis für Gashi nach einem Rencontre im Strafraum und anschliessendem Reklamieren war sinnbildlich für den Schötzer Auftritt: Man war bemüht, fand aber kein Mittel, die Entlebucher Defensive in Verlegenheit zu bringen. Es war, nach einigen Startschwierigkeiten, eine kampf- und willensstarke Vorstellung des Heimteams, das den Sieg und damit die Übernahme der Tabellenspitze verdiente.

 

Spielort: Sportplatz Farbschachen.  – Zuschauer: 280. – Tore: 12. Janik Portmann 1:0. 18. Patrick Lötscher 2:0 (Penalty). – Entlebuch: Pascal Bucher; Nicola Hofstetter, Patrick Wigger, Fabian Brun; Janik Portmann, Ivo Thalmann, Chhristian Affentranger, Jörg Dahinden, Patrick Lötscher; Jan Achermann, Linus Bieri. (Pascal Vogel, Sven Unternährer, Adrian Wigger, Luca Schütz). – Bemerkungen: 26. Lattenschuss Schötz, 55. Pfostenschuss Entlebuch, 58. Pfosten- und Lattenschuss  Entlebuch, 89. rote Karte Gashi (Schötz).

Bericht FC Malters II – FC Entlebuch 0:3 (0:1)

Entlebuch findet gegen Malters unter anderem dank dem längeren Atem auf die Siegerstrasse zurück und gewinnt schlussendlich klar. Einziger Wermutstropfen dabei, die Verletzungshetze schlug schon wieder zu.

 

Pascal Helfenstein

 

Die Gastgeber aus Malters hatten sich offensichtlich einiges für das Spiel gegen Entlebuch vorgenommen. Sie starteten ganz klar besser in die Partie und so war Entlebuch in der Startphase einerseits nur am Verteidigen und andererseits auch noch ein wenig auf Abstimmungssuche. Malters gelang es ein paar Mal die Entlebucher Verteidigung auszutricksen doch vor dem Tor schaute nichts Zählbares für sie heraus. Die erste gute Möglichkeit für die Entlebucher war in der 17. Spielminute zu notieren, als ein Pass in den Rücken der Verteidigung leider nur ins Leere ging. Nur wenige Minuten später machten es die Gäste dann besser. Nach einer guten Spielverlagerung auf die rechte Seite spielte Pascal Vogel den Ball gefährlich vor den gegnerischen Strafraum. Jörg Dahinden lupfte den Ball über die Verteidigung zu Patrick Lötscher der mit seinem Schuss in die untere rechte Torecke die Führung für die Entlebucher erzielen konnte.

 

Viele Frustfouls und ein folgenschwerer Sturz

Bis zur Pause begegneten sich die beiden Teams ziemlich auf Augenhöhe. Leider wurde die Gangart etwas ruppiger und es kam insbesondere auf Seiten der Gastgeber zu ein paar unschönen Foulspielen, welche der Unparteiische zu wenig konsequent sanktionierte. Dass die Entlebucher dann trotz Führung mit einem flauen Gefühl in die Pause gingen lag an einem Zwischenfall fünf Minuten vor Halbzeitpause. Nach einem Zweikampf fiel Remo Wigger zu Boden und schrie schmerzerfüllt auf. Das Zeichen dass eine Bahre notwendig ist, verhiess nichts Gutes. Es vergingen einige Minuten in denen sich Betreuerin Karin Jenni um ihn kümmerte, bis er schliesslich mit Verdacht auf eine Becken- oder Hüftverletzung für weitere Abklärungen ins Spital gebracht werden konnte.

 

 

Strafraumszenen sorgen für Spannung

Der Einstieg in die zweite Hälfte versprach dann einen spannenden weiteren Verlauf der Partie. Malters scheiterte nur kurz nach dem Wiederanpfiff mit einem Kopfball an Marco Mathis und auf der anderen Seite verpasste Jan Achermann aus bester Abschlussposition knapp das 2:0 für Entlebuch. Entlebuch war nun spielbestimmend doch nach wie vor lag man nur ganz knapp vorne. Dies hätte sich in der 67. Spielminute ändern können als Linus Bieri im Strafraum regelwidrig gestoppt wurde doch der Schiedsrichter sanktionierte eine Abseitsposition – ein Fehlentscheid. Malters bäumte sich danach nochmals auf doch Entlebuch agierte mit vereinten Kräften und versuchte allfällige Löcher sofort wieder zu stopfen.

 

Entlebuch macht den Sack zu

Eine Viertelstunde vor Schluss wurde erneut Linus Bieri auf der linken Seite lanciert. Er liess seinen Gegenspieler ins Leere laufen, zirkelte den Ball genau auf den Kopf von Jan Achermann und dessen Kopfball drehte sich herrlich ins obere Lattenkreuz zum verdienten zweiten Treffer für Entlebuch. Malters gab zwar auch jetzt nicht auf, doch so wirklich an ihre Chance glaubten sie auch nicht mehr. Sechs Minuten vor Schluss erhöhte Linus Bieri mit einem sehenswerten Schuss noch auf den Endstand von 3:0. Sehenswert deshalb, weil der Ball zwischen den Beinen seines Gegners, der auf der Torlinie retten wollte, ins Tor kullerte. Malters spielte zwar über weite Strecken der Partie gut mit, doch schliesslich setzte sich die bessere Klasse der Entlebucher dann doch durch.

 

Spieltelegramm

Spielort: Oberei. – Zuschauer: 150. – Tore: 24. 1:0 Patrick Lötscher, 76. 2:0 Jan Achermann, 84. 3:0 Linus Bieri

Entlebuch: Marco Mathis, Remo Wigger, Christian Affentranger, Patrick Wigger, Jörg Dahinden, Jan Achermann, Nicolas Hofstetter, Pascal Vogel, Janik Portmann, Patrick Lötscher, Ivo Thalmann (40. Fabian Brun, 46. Adrian Wigger, 66. Linus Bieri, 89. Michael Koch, 90. Sven Unternährer)

lgt

Heimniederlage gegen Triengen

 

Nach einer tor- und eher trostlosen ersten Hälfte, folgte eine muntere und animierte zweite Halbzeit. Triengen eröffnete das Skore und behielt die Nase bis zum Schluss hauchdünn vorne.  

 

Pascal Helfenstein

 

Beide Teams versuchten von Beginn weg energisch zur Sache zu gehen. Da jedoch auf beiden Seiten sehr diszipliniert und sicher gespielt wurde, gab es auf keiner Seite klare Strafraumszenen. Ein Weitschuss von Entlebuch oder ein Freistoss von Triengen waren da das höchste der Gefühle in der Startphase. Triengen versuchte die Entlebucher Abwehr mit einem enormen Pressing in einen Fehler zu zwingen. Die Platzherren liessen sich nicht erwischen, sahen sich jedoch häufiger gezwungen den Ball im Notfall mal auf gut Glück nach vorne wegzuschlagen. Nach rund einer halben Stunde wurden die Spielzüge der Partie dann etwas konkreter. Triengen kam nun ein paar Mal gefährlich in den Entlebucher Strafraum. Scheiterte aber entweder an Marco Mathis oder an Patrick Wigger der mehr als einmal die Gefahr neutralisieren konnte. Kurz vor der Pause hatten die Entlebucher dann die beste Phase der ersten Hälfte. Nach einer Flanke missglückte Patrick Guedes Abwehraktion derart, dass der Ball überraschend den Weg zu Jan Achermann fand. Dieser war aber selber überrumpelt, so dass er den Ball alleine vor Torhüter Fischer nicht unter Kontrolle bringen konnte. Der Schlussmann des FC Triengen musste vor der Pause noch zweimal Abschlüsse von Fabian Brun und Pascal Vogel parieren, um seinen Kasten sauber zu halten.

 

Entlebuch gerät in Rücklage

Nach dem Unterbruch fand Triengen schneller wieder in die Partie. Entlebuch zog eine kleine Schwächephase ein und die Gäste nutzten diese eiskalt aus. In der 49. Spielminuten kamen die Entlebucher gleich mehrere Male immer einen Schritt zu spät. Triengen kombinierte vor dem Entlebucher Strafraum gut und zum krönenden Abschluss passte Michael Schwarzentrubers Abschluss haargenau in die rechte hohe Torecke. Triengen blieb hartnäckig dran und profitierte zehn Minuten später von einem Abwehrfehler der Entlebucher. Ein Klärungsversuch wurde zur direkten Vorlage für Valmir Tola der ohne Mühe auf 0:2 erhöhen konnte. Diesmal fanden die Entlebucher die richtige Antwort und nur zwei Minuten später erzielten sie den Anschlusstreffer zum 1:2. Remo Wigger lancierte in der Mitte Patrick Lötscher der Tempo aufnehmen konnte und mit seinem Schuss Torhüter Fischer keine Chance liess. Kurze Zeit drauf verliess Daniel Kaufmann humpelt das Spielfeld nachdem er sich in einem energischen Zweikampf verletzt hatte. Das Spiel war nun sehr unterhaltsam und noch lange nicht entschieden. Nach einem tollen Angriff in der 66. Spielminute hätte eigentlich der Ausgleich für die Platzherren fallen müssen doch der Abschluss von Luca Schütz klatschte an den Pfosten.

 

Aufholjagd bleibt ohne Erfolg

Fünf Minuten später verhinderte Marco Mathis mit einer tollen Reaktion den dritten Treffer für die Gäste aus Triengen. Der darauf folgende Eckball passte dann für einmal aber haargenau auf den Kopf von Patrick Guedes so dass dieser Marco Mathis diesmal keine Abwehrchance mehr liess und auf 1:3 erhöhen konnte. Entlebuch gab sich aber noch nicht geschlagen. Gut zehn Minuten vor Schluss spielten sie einen langen Ball auf Patrick Lötscher der aus abseitsverdächtiger Position alleine auf das Trienger Tor laufen konnte. Den ersten Schuss konnte Michael Fischer noch abwehren doch gegen den Nachschuss war er dann machtlos. Dank dem erneuten Anschlusstreffer wurde es auf dem Farbschachen noch einmal spannend. Entlebuch drückte auf den Ausgleich und kam auch zu Chancen doch diesmal reichte es nicht mehr um die Niederlage abzuwenden.

 

Spieltelegramm

Spielort: Farbschachen. – Zuschauer: 240. – Tore: 49. 0:1 Michael Schwarzentruber, 58. 0:2 Valmir Tola, 60. 1:2 Patrick Lötscher, 72. 1:3 Patrick Guedes, 78. 2:3 Patrick Lötscher

Entlebuch: Marco Mathis, Remo Wigger, Christian Affentranger, Patrick Wigger, Daniel Kaufmann, Jan Achermann, Fabian Brun, Pascal Vogel, Janik Portmann, Patrick Lötscher, Ivo Thalmann (63. Luca Schütz, 65. Adrian Wigger, 75. Nicola Hofstetter)

Triengen: Michael Fischer, Joel Gautschi, Emanuel Berisa, André Schmid, Stefan Guedes, Predrag Karajcic, Michael Schwarzentruber, Gaetano Pizzo, Patrick Guedes, Patrick Peter, Ivan Bjelic (46.Valmir Tola, 68. Bjelic, 91. Markaj, 91. Sutha)

Entlebuch gewinnt 1 Rückrundenspiel gegen Hitzkirch 3:4 (2:2)

Gutes Ende nach holprigem Start

 

Entlebuch gelingt ein erfolgreicher Auftakt in die Rückrunde. Nach einem schwierigen Start konnte sich die Farbschachen-Elf steigern und die Partie zu ihren Gunsten drehen. Mit etwas mehr Kaltblütigkeit wäre für die Platzherren aus Hitzkirch aber mehr drin gelegen.

 

Pascal Helfenstein

 

Die Gäste aus dem Entlebuch bekundeten nach dem Anpfiff in die Partie Mühe den inneren Schalter auf Meisterschaftsmodus umzulegen. Bereits nach 25 Sekunden tauchte das Heimteam gefährlich im Entlebucher Strafraum auf, was nichts Gutes verheissen wollte. Hitzkirch nutzte die Entlebucher Verunsicherung aus und ging durch Ramon Poletti nach einem Eckball in der vierten Minute in Führung. Auf der anderen Seite setzte Daniel Kaufmann einen Freistoss nur ganz knapp ans Aussennetz. In den ersten Minuten überzeugten die Platzherren aus Hitzkirch mehr als die Gäste aus dem Entlebuch. Insbesondere das Umschalten nach einem Ballverlust klappte bei den Gästen zu Beginn nur ungenügend. So wie in der zehnten Spielminute, als die Gäste sich mit einem Foul vor dem eigenen Strafraum behelfen mussten. Der Freistoss kam lange in den Strafraum und Sandro Frischkopf genoss zu viele Freiheiten und schob den Ball zum 2:0 über die Linie. Doch damit noch nicht genug. Fünf Minuten später war es ein einziger Pass der die gesamte Entlebucher Hintermannschaft alt aussehen liess und den Gastgebern die Chance zum 3:0 eröffnete. Der Ball zappelte dann auch im Netz doch das Tor wurde aufgrund einer Abseitsposition nicht gegeben. Glück für Entlebuch.

 

Entlebuch legt Startschwäche ab

Nach diesem eindeutigen Weckruf erwachten die Entlebucher nun doch aus ihrer Lethargie. Nur Sekunden später war es Pascal Vogel der im Mittelfeld ein Kopfballduell gewinnen und für Linus Bieri auflegen konnte. Dieser flankte in den Strafraum und fand dort Jan Achermann, der den Ball im zweiten Versuch zum Anschlusstreffer über die Linie drücken konnte. Die Partie war nun ausgeglichener mit leichten Vorteilen für die Entlebucher. Daniel Kaufmann prüfte derweil den gegnerischen Torhüter ein zweites Mal mit einem Freistoss, doch dieser zeigte auf den gefährlichen Aufsetzer eine tolle Parade. Jetzt war Entlebuch am Drücker. Nach einer halben Stunde verpasste Adrian Wigger den Ausgleich  nur ganz knapp. Sein Hammerschuss konnte von Nermin Badic mit den Fingerspitzen gerade noch an die Lattenoberkante gelenkt werden. Je näher die Pause rückte, desto ruhiger wurde die Partie. Hitzkirch begnügte sich mit der Führung und tauchte nur noch wenig in der Entlebucher Platzhälfte auf. Als man sich schon bald mit dem Pausenresultat abfinden wollte, startete Entlebuch nochmals einen Angriff. Linus Bieri lancierte auf der rechten Seite Jan Achermann. Dieser lief bis zur Grundlinie und schien dort den Zweikampf gegen seinen Gegner verloren zu haben, doch er steckte nicht auf, überlistete den Verteidiger und spielte quer in den Strafraum. Dort stand Pascal Vogel goldrichtig und glich zum 2:2 aus.

 

Fehler werden knallhart bestraft

Die zweite Hälfte begann ähnlich attraktiv wie die erste. Die erste Chance erspielten sich die Hitzkircher. Simon Kathriner setze sich in Szene doch sein Querpass durch den Entlebucher Strafraum fand keinen Abnehmer. Eine Minute später erlaubten sich die Gastgeber einen fatalen Fehlpass. Jan Achermann erlief sich einen Rückpass und tauchte alleine vor dem gegnerischen Tor auf. Er umkurvte den Torhüter und aus sehr spitzem Winkel gelang ihm der Treffer zur Führung für die Entlebucher. Hitzkirch war aber noch nicht geschlagen. Ein unnötiger Entlebucher Ballverlust im Mittelfed eröffnete ihnen eine gute Chance. Diesmal sass der Querpass haargenau, so dass Albin Balaj eine halbe Stunde vor Schluss zum 3:3 ausgleichen konnte.

 

Torchancen nicht auslassen sondern verwerten

Jetzt war die Partie offen. Keines der beiden Teams konnte sich einen klaren Vorteil herausspielen und durch die Auswechslungen wurde auch der Spielfluss immer wieder gebrochen. Während dem Hitzkirch in der 67. Spielminute eine weitere Grosschance ausliess machten es die Entlebucher besser und gingen zehn Minuten später durch Janik Portmann wieder in Führung. Die letzten zehn Minuten wurden nochmals zu einer riesen Zitterpartie für die Entlebucher. Leider konnten sie den Ball im Mittelfeld und im Angriff nur selten halten und gerieten deswegen unter Dauerdruck. Einige Minuten vor Schluss fiel dann das vermeintliche 4:4 doch dieses wurde aufgrund einer Abseitsposition annulliert. So behielten die Entlebucher zum Schluss dank ihrem Willen, viel Kampf und etwas Glück das bessere Ende für sich.

 

Spieltelegramm

Spielort: Hegler. – Zuschauer: 150. – Tore: 4. 1:0 Ramon Poletti, 10. 2:0 Sandro Frischknopf, 16. 2:1 Jan Achermann, 41. 2:2 Pascal Vogel, 50. 2:3 Jan Achermann, 60. 3:3 Albin Balaj, 77. 3:4 Janik Portmann

Entlebuch: Marco Mathis, Patrick Wigger, Patrick Lötscher, Christian Affentranger, Daniel Kaufmann, Marco Wigger (67. Luca Schütz, 90. Remo Wigger), Ivo Thalmann, Adrian Wigger (59. Janik Portmann), Linus Bieri, Jan Achermann, Pascal Vogel (83. Michael Koch)

 

Zum Abschluss ein klares Verdikt

Im letzten Spiel vor der Winterpause kassiert Entlebuch die erste Niederlage der Saison. Drei Tore Sempachs innert der ersten halben Stunde waren eine zu grosse Hypothek für die Platzherren zumal sie ihr eigenes Abschlussglück im Stich liess.

 

Pascal Helfenstein

 

Beide Teams starteten offensiv in die Partie. Sempach versuchte gleich von Beginn weg ihre schnellen Aussenläufer in Szene zu setzen und Entlebuch hielt seinerseits dagegen. Es war spürbar dass die zwei Mannschaften versuchten dem Spiel ihren Stempel aufzudrücken und die Oberhand zu gewinnen. Auf beiden Seiten kam es je zu einem Abschlussversuch jedoch ohne zählbares Ergebnis. Die Startviertelstunde war soeben vorüber als Sempach nach einem Entlebucher Ballverlust sofort umschaltete und einen Steilpass auf Michael Fölmli spielte. Der Ball schien sichere Beute für die Entlebucher Abwehr zu werden doch ein Abstimmungsproblem zwischen Verteidiger und Torhüter sorgte dafür, dass Entlebuchs Abwehrversuch missriet und als Abpraller Michael Fölmli vor die Füsse viel, welcher locker zum 0:1 einschieben konnte.

 

Ein Freistoss mit Folgen

Jetzt war das Spiel so richtig lanciert. Nur eine Minute später zog Lars Schmid auf der Gegenseite alleine in den Strafraum ein, scheiterte mit seinem Abschluss aber an Raphael Helfenstein im Sempacher Tor. Diese Szene war noch nicht richtig verdaut da wurde es auf der anderen Seite wieder brandgefährlich. Gleich zweimal hintereinander scheiterte Patrick Ehrbar am glänzend reagierenden Entlebucher Schlussmann Pascal Bucher. Nur eine Minute später leistete sich Entlebuch ein dummes Foul in der eigenen Platzhälfte. Joel Müller nahm für den Freistoss Anlauf und mit seinem harten und präzisen Schuss, welcher genau passte, erzielte er den zweiten Treffer für seine Farben. Entlebuch versuchte zu reagieren benötige aber einige Minuten dafür doch dann hatten sich die Platzherren einigermassen gefangen und drängten nun auf den Anschlusstreffer doch zweimal kurz hintereinander scheiterte Lars Schmid nur ganz knapp.

Sempach äusserst effizient

Auf der anderen Seite präsentierten sich die Gäste äusserst effizient und kaltblütig. In der 31. Spielminute verwirrte der Unparteiische mit einem Pfiff während der Ausführung eines gegnerischen Freistosses die Entlebucher Mannschaft. Anstatt auf Abseits entschied er zum Unmut der Entlebucher auf Eckball, was niemand so richtig verstehen konnte. Doch anstatt sich dem Spiel zu widmen vergeudeten die Entlebucher wertvolle Zeit und Energie um zu diskutieren. Der nachfolgende Eckball fand den Weg zu Luca Müller der am vorderen Pfosten schön in die Lattenecke einnicken konnte. Nun zeigte sich Entlebuch doch etwas geschockt. Bis zur Pause lief bei ihnen nur noch wenig zusammen. Kurz vor dem Pausenpfiff war es dann Christian Affentranger der zweimal im Abschluss nicht erfolgreich war. Sempach konnte sich derweil auf der komfortablen Führung etwas ausruhen.

 

Der Wille ist gebrochen

Nach der Pause war das Feuer bei der Farbschachen-Elf nochmals entfacht. Entlebuch spielte nun aggressiver und versuchte die Schlagzahl hochzuhalten immer mit dem Risiko in einen Konter laufen zu können. Doch vorerst spielte sich das Spielgeschehen meist in der Hälfte des FC Sempach ab. In der 57. Spielminute lancierte Lars Schmid im Strafraum mit einem guten Zuspiel Linus Bieri, dessen Schuss zum Leidwesen der Entlebucher Fans aber von einem gegnerischen Bein noch abgeblockt werden konnte. Die Zeit lief natürlich für die Gäste aus Sempach die nun zwar vermehrt mit Abwehrarbeit beschäftigt waren, den Kopf aber immer wieder aus der Schlinge ziehen konnten. Entlebuch suchte zwar weiterhin den Anschlusstreffer, hatte aber auch enormes Pech im Abschluss zu beklagen. So zum Beispiel Christian Affentranger der eine Viertelstunde vor Schluss aus bester Position nur den fliegenden Sempacher Torhüter anschoss. Diese Szene war symptomatisch für den Entlebucher Abend. Trotz einer Leistungssteigerung gegenüber Halbzeit eins wollte der Ball einfach nicht ins Netz, was sich dann auch mental auf die Spieler niederschlug. Die letzte Viertelstunde spielte Sempach dann souverän herunter. Der Sieg war übers ganze Spiel hinweg gesehen nicht gestohlen auch wenn er vielleicht etwas zu hoch ausfiel. Mit diesem Sieg bleibt Sempach seinerseits an den beiden Spitzenteams der Gruppe drei dran. Entlebuch musste zwar die erste Niederlage der Vorrunde einstecken, darf mit dem Ausgang der ersten Meisterschaftshälfte dennoch zufrieden sein.

 

 

 

Spieltelegramm

Spielort: Farbschachen. – Zuschauer: 280. – Schiedsrichter: Pehlül. – Tore: 15. 0:1 Michael Fölmli, 19. 0:2 Joel Müller, 31. 0:3 Müller Luca

Entlebuch: Pascal Bucher, Christian Affentranger, Nicola Hofstetter, Fabian Brun, Daniel Kaufmann, Janik Portmann (61. Luca Schütz), Ivo Thalmann, Patrick Lötscher, Pascal Vogel (78. Silvio Eugster), Lars Schmid, Linus Bieri

Sempach: Raphael Helfenstein, Sharon Trüssel, Pascal Furrer, Elvis Velic, Kevin Schnider, Adrian Schnider (83. Patrick Lika), Mathias Schnyder (72. Luca Müller), Patrick Ehrbar, Luca Müller (90. Sean Stadelmann), Michael Fölmli, Joel Müller (88. Roger Amrein)

Entlebuch gewinnt auch das Derby gegen Wolhusen 1:2

3. Liga Herren:
Wolhusen – Entlebuch 1:2 (1:1)

Joker Bieri stach im Derby
Derby ging an Favorit Entlebuch
Leaderthron hielt Derby stand
Blindeielf schnupperte lange an Punktgewinn
Siegespendel schlug zu Gunsten vom Leader aus

In einer typischen Derbypartie behielt der Fa-vorit und Leader aus Entlebuch das bessere Ende für sich. Zwar erzielten die Gastgeber durch Adrian Bachmann die Führung, welche Ivo Thalmann mit einem Lobball wenig später ausglich. Joker Linus Bieri stach und traf rund eine Viertelstunde vor Schluss zum Sieg. Ein erneut stark verbessertes Wolhusen beklagte dabei Pech als kurz vor der Entscheidung ein Freistoss von Claudio Imfeld am linken Latten-kreuz das Tor der Gäste zum Wanken brachte. Die Kaufmann / Fessler Elf grüsst weiterhin als stolzer Leader, während sich die Wolhuser trotz guter Leistung wiederum keine Punkte einheimsten. Das Wasser des Tabellenendes steigt bedrohlich an.

Bachmann erbte zur Führung
Kaum einmal in den letzten Jahren war der Punkt Unterschied vor einem Derby so frappant wie in dieser Saison. Entlebuch als Leader wies bereits fünfzehn Meisterschaftspunkte mehr auf dem Kon-to aus. Die ungeschlagenen Gäste vom unteren Amt wollten nach dem Sieg vor Wochenfrist in Schüpfheim das gleiche auf der Blindei wiederho-len. Denn nichts schmeckt süsser als der Derby-sieg. Mit diesem Motto starteten die Gäste vehe-ment in die Partie und der wieder genesene Martin Amhof musste bereits in der ersten Minute interve-nieren. Den Beweis dafür, dass die Gäste schon einige Treffer in den Startminuten erzielten, traten sie sofort an. Der Torgefährliche Youngster Las Schmid zielte in der sechsten Minute jedoch übers Tor. Die erste Chance der Platzherren verzeichne-te Angelo Zimmermann in der siebten Minute. Sein Schuss blieb aber aus ausgezeichneter Position ein Harmloses „Schüsslein“ welches Pascal Bucher im Tor der Gäste nicht zu beunruhigen wusste. Wenig später musste Bucher aber trotzdem hinter sich greifen. Im Anschluss an einen Eckball von der Emmenseite geriet die Abwehr von Entlebuch zu kurz und der aufgerückte Adrian Bachmann lies die Platzherren jubeln. (9.)

Pfeife blieb stumm
Die Schumacher / Bürkli Elf Besass gleich nach dem Führungstor die besten Momente. Die etwas verdutzt sich ansehenden Gäste sahen eine An-griffswelle um die andre auf sich zukommen. In dieser Phase entwickelte sich eine Heikle Situation in welcher der Pfiff vom guten Schiedsrichter Ro-land Heini Stumm blieb. Sein Blickwinkel war beim zu fall kommenden Alain Brunner nicht der gleiche, wie der der vehement Elfmeter fordernden, be-achtlichen Zuschauer Kulisse. In dessen Diskussi-onen hinein lancierten die Entlebucher einen An-griff über die Klubhausseite. Ivo Thalmann lief von der Seitenlinie quer zur Mitte, liess mit der Körper-täuschung gleich zwei Verteidiger in leere laufen und sah sich am Halbkreis völlig unbehelligt in ei-ner guten Abschlussposition. Mit seinem Lobball aus rund fünfundzwanzig Metern traf er über Tor-wart Martin Amhof hinweg zum 1:1 (13.) in die Wolhuser Maschen. Das Derby war durch diese beiden Treffer innert kürzester Zeit so richtig lan-ciert. Es zeigte aber in dieser Phase deutlich die Unterschiede der Kontrahenten. Während bei den Einheimischen alles mit viel Krampf erarbeitet werden musste, wie beim Führungstreffer, ging es bei den Gästen wesentlich leichter von der Hand. Die Effizienz im Abschluss verdeutlichte der Aus-gleichstreffer symbolisch. Aus dem Mittelfeld her-aus, mit dem Absender des omnipräsenten Spieler-trainer Daniel Kaufmann, gelangten immer wieder gefährliche Ballvorlagen in die Füsse der Angreifer. Luca Schütz und Lars Schmid prüften einige Male die Aufmerksamkeit der Wolhuser Hinterleute. Wurden diese etwas unter Druck gesetzt schlichen sich sofort Fehler in deren Zuspielen ein, während der Leder vor Selbstvertrauen strotzte und die Bälle meist ihren Empfänger fanden. Kurz vor dem Pau-sentee verstärkte die Farbschachen Truppe noch-mals die Offensive. Wolhusen welches mit viel Engagement und Kampf dagegen hielt, vermochte nur noch in der 39. Minute eine Chance zu ver-zeichnen. Alain Brunner blieb an der vielbeinigen Gäste Abwehr hängen, welcher in beginnender „Skisaisonmanier“ versuchte diese wie Tore zum um kurven. Der Pfiff von Roland Heini beendete einen interessante ersten Spielabschnitt, welcher Appetit auf mehr machte, wie das „schlotzige“ wunderbar mundete Risotto, welches Mario Breit mit seiner Crew zubereitete und servierte.

Gleich mit Gelb gebremst
Dass sich der Leader aus Entlebuch ein andres Resultat vorstellte schien die Kabinenpredigt be-wirkt zu haben. Gleich vom Anpfiff an präsentierte sich die Kaufmann Elf entschlossener. Die gelbe Karte an die Adresse von Daniel Brunner zeigte dies auch optisch. Um die Spielstunde musste Tor-schütze Adrian Bachmann abrupt in den Zwei-kampf gegen den schnellen Linus Bieri einsteigen. Er handelte sich dabei nicht nur die gelbe Karte sondern auch eine Verletzung ein, welche in wenig später zur Aufgabe zwang. Diese Umstellung in der Hintermannschaft von Wolhusen sollte später, im Verlaufe der Partie, noch von Bedeutung sein. Auf tiefem aber bei besten, äusseren Bedingungen, entwickelte sich eine Begegnung mit viel Abnüt-zungspotential. Mit Umstellungen beider Teams versuchten die Verantwortlichen eine Entscheidung herbei zu führen.

Imfeld zirkelte, Bieri entwischte
Um die Angriffe stoppen zu können wendeten bei-de Antipoden unlautere Mittel an, welche hüben wie drüben zu Freistosschancen führten. Zum Auf-takt der Schlussphase durfte Claudio Imfeld von der rechten Strafraumecke einen Freistoss treten. Mit viel Gefühl zirkelte er das Leder durch den Strafraum und traf dabei beim linken Lattenkreuz an deren Unterkannte, von wo der Ball auf die Linie und zurück ins Spielfeld sprang ohne dass ein Wolhuser die Aktion in was zählbares verwandeln konnte. Noch mit dem Schicksal hadernd ver-schoben sich die Platzherren zu wenig rasch in ihre Positionen. Genau in diesem Moment fand der Ball die offene Schnittstelle in der Wolhuser Abwehr. Das leichte zögern zwischen Torwart und Verteidi-ger nutzte Joker Linus Bieri, welcher den Wolhuser Schlussmann an der Strafraumgrenze, links um kurvte und zum 1:2 einschob. (75.) Die Effizienten Gäste lagen typisch für eine solche Begegnung zweier unterschiedlich Erfolgreichen Teams in Front. Die Zeit an der Anzeigetafel neigte sich ste-tig dem Ende zu und den Gastgebern gelang es einfach nicht ihre wenigen Möglichkeiten zu was zählbarem umzumünzen. Ein Schlenzer von Reto Wicki war zwar ein gut gedachter Abschlussver-such, blieb zu guter Letzt eine sichere Beute vom aufmerksamen Torwart Pascal Bucher. Die Cleve-ren Teamwechsel trugen das seine zum Brechen von einem Spielrhythmus bei. Entlebuch brachte den knappen Vorsprung sicher über die Zeit und Wolhusen haderte einmal mehr mit dem Schicksal. Gar noch eine verbesserte Leistung wie gegen Sempach reichte wiederum zu keinem Punktge-winn. Langsam aber sicher wird die Tabellenlage ungemütlich, während sich die Entlebucher weiter-hin an der Tabellensonne laben dürfen.

Entlebuch vor Wintermeisterschaft? Und Wol-husen droht Überwinterung im einstelligen Punktesaldo.
Am kommenden Wochenende wird die laufende Vorrunde der Meisterschaft abgeschlossen. Entle-buch empfängt dabei um 17.00 Uhr mit Sempach einen im Seederby (1:1 gegen Sursee) etwas zu-rückgebundenen Verfolger auf dem Farb-schachen. Wolhusen seinerseits reisst ins Seetal zum FC Hitzkirch. Das Team von Trainer Mesut Gündem hat mit dem Sieg in Schüpfheim zur Schumacher / Bürkli Elf aufgeschlossen. Es spricht viel dafür, dass die Wolhuser trotz verbes-sertem Spiel, mit einstelliger Punktezahl überwin-tern werden. Die mit dem getankten Sieg erfolgte Moralspritze und der Tatsache, dass die Gäste mehr Spiel als Punkte im Seetal gesehen haben, spricht Bände für sich. Da muss Göttin Fortuna sich gewaltig ins Zeug legen um die vernichtende Statistik lüge zu strafen? Der aus Basel anreisende Elias Atici wird die Partie um 18.00 Uhr eröffnen. Hopp Äntlibuech und Hopp Wolhuse. (KS)

Bericht von Kurt Schöpfer FC Wolhusen

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Entlebuch gewinnt Derby 1:2 (0:2)

Entlebuch holt sich den prestigeträchtigen Derbysieg

Was nach etwas mehr als 20 Spielminuten und zwei Toren von Lars Schmid aussah wie ein klarer Fall für den Gast aus Entlebuch, sollte zum Schluss noch einmal zur Zitterpartie werden. Durch den Anschlusstreffer in der letzten Viertelstunde durch Marco Zemp keimte beim Heimklub gegen Ende noch einmal Hoffnung auf. Schlussendlich fehlten aber Kraft und Zeit, um die Hoffnungen auf Seiten der Schüpfheim zu Bewahrheiten. 

Bei traumhafter Kulisse starteten die beiden Teams mit viel Elan und Überzeugung in die Partie, welche für das Heimteam daher besonders war, da man seit fast zwei Jahrzehnten gegen den Gast vom Farbschachen nicht mehr gewinnen konnte. So taten sich im kampfbetonten Beginn beide Teams schwer, vor dem gegnerischen Tor für Gefahr zu sorgen und es kam vor allem zu harten Duells im Mittelfeld, die ab und an ein bisschen zu hart geführt wurden, so dass es zu Standartsituationen kam. Nach und nach veränderten sich aber die Kräfteverhältnisse auf dem Moosmättili. Da Entlebuch durch ihre Zweikampfstärke immer mehr Oberwasser bekamen und die Partie diktieren konnten. Eigentlich kam in der Startviertelstunde nur einmal etwas Unruhe auf, als Schüpfheims Schlussmann einen Flankenball vom Flügel nicht im ersten Versuch behändigen konnte und gerade noch das Leder im Nachfassen vor dem heranstürmenden Entlebucher festkrallen konnte. Des Weiteren hatten die Tormänner bis zu diesem Zeitpunkt einen ruhigen Abend, dies sollte sich aber in der Folge postwendend ändern.

Schmid-Doppelpack sorgt für klare Verhältnisse

Nach einem unnötigen Ballverlust im rechten Mittelfeld nach einem Befreiungsschlag des Schüpfheimer Torhüters Schöpfer, schaltete Entlebuch blitzschnell um und konnte nach toller Ballstafette Lars Schmid anspielen, der mit vollem Tempo auf Schüpfheims Hintermannschaft losziehen. Mit einer schnellen Körpertäuschung düpierte er Adam Graf und eilte ihm auch gleich davon in den Strafraum, wo er die Ruhe behielt und den Ball via Pfosten im langen Eck zum verdienten 0:1 versenkte und für erste Konsternation beim Heimklub sorgte, da man sich den Start in dieses Derby wohl etwas anders vorgestellt hatte. Es sollte für das Heimteam vom Moosmättili aber noch schlimmer kommen, denn nur gerade 5 Minuten nach dem Führungstreffer, stellte Lars Schmid bereits auf 0:2. Dabei musste hatte der Gast von Spielertrainer Daniel Kaufmann aber auch das Glück des Tüchtigen. Nach einem schönen Vorstoss über den rechten Flügel kam der Ball etwas glücklich zum Entlebucher Offensivmann. Dieser nahm den Ball direkt ab, welchen Luca Fahrni mit der Schulter dann unhaltbar für Schöpfer ablenkte, der daraufhin auf dem falschen Fuss erwischt wurde. Alles deutete nach diesem Treffer und dem Spielverlauf auf ein klares Verdikt für den Leader von Spielertrainer Daniel Kaufmann hin. Doch nach etwas mehr als einer halben Stunde kam Schüpfheim dann endlich besser ins Spiel und versuchten ihr Glück vermehrt in Offensivaktionen.

Schüpfheim verpasst Anschlusstreffer vor der Pause 

Die letzten sieben, acht Minuten des ersten Abschnitts wurde dann vor allem vom Heimklub aus Schüpfheim dominiert und Entlebuch konnte sich vor allem bei ihrem Schlussmann Silvan Aemmer bedanken, dass man den Anschlusstreffer nicht hinnehmen musste. Manuel Emmenegger, Tobias Kaufmann und Sandro Felder scheiterten nach der 40.Minute gleich im Minutentakt an den Reflexen des Maltersers in Diensten des FC Entlebuch und falls dieser geschlagen schien, war noch irgendein Entlebucher Bein dazwischen, das den fälligen Torjubel verhinderte. Die Gäste tauchten nur noch einmal sehenswert in Schüpfheims Strafraum auf, doch Patrick Lötscher konnte aus spitzem Winkel den Tormann nicht bezwingen und so schickte ein konsequenter und äusserst souveräner Schiedsrichter die beiden Mannschaften in die verdiente Pause, um die Batterien wieder aufzuladen. 

Entlebuch vergibt Vorentscheidung nach Wiederanpfiff 

Nach dem Wiederanpfiff waren es die Gäste vom Farbschachen, welche sofort die Offensive suchten und mit dem dritten Treffer an diesem Abend den Sack zu machen wollten. Dieses Vorhaben versuchte das Heimteam resolut zu verhindern, der quirlige und schnelle Schmid auf Seiten der Entlebucher machte es für die Verteidigung der Roten aber äusserst schwer und setzte sich immer wieder gekonnt auf dem Flügel durch. Bis zum Ablauf der vollen Stunde hätte der Tabellenführer die Möglichkeiten besessen, den Score zu erhöhen und Ruhe in die Partie zu bringen. Doch entweder setzte man die perfekten Zuspiele in den Rückraum über den Kasten, scheiterte an Schlussmann Schöpfer oder verfehlte das Leder um Haaresbreite am zweiten Pfosten. So waren bereits 70 Minuten gespielt, als Schüpfheim das Spieldiktat noch einmal versuchte an sich zu reissen, um schnellstmöglich zum Anschlusstreffer zu kommen, damit vielleicht doch noch etwas Zählbares eingefahren werden konnte.

Zemp lässt Schüpfheims Hoffnungen am Leben 

In der 77.Minute wurde das Unterfangen der Gaisberger-Elf dann endlich mit dem Anschlusstreffer zum 1:2 belohnt. Dabei profitierte man von einem unmotivierten Ausflug des Entlebucher Schlussmannes, welcher einen Flankenball unterlief und dadurch das Tor verwaist war. Marco Zemp reagierte am zweiten Pfosten am schnellsten und drückte den Ball irgendwie über die Linie. Damit war wieder für Spannung gesorgt und der Gastgeber war sich im Klaren, dass die Suppe noch nicht ausgelöffelt war und ein Punktgewinn nach wie vor im Bereiche des Möglichen lag. Leider konnte aber das Heimteam in der Folge nicht mehr entscheidend zusetzten, da man im Verlaufe des Spiels bereits viel Kräfte liegen gelassen hat und viel investieren musste, um zurück ins Spiel zu kommen. Trotzdem ging der Herzschlag in der Schlussphase beim einen oder anderen noch einmal in die Höhe. Zuerst schafften es die Entlebucher nicht mit einem 3 gegen 1 Konter die Partie zu entscheiden, da man diesen nicht clever genug vortrug. Dann wurde es im Entlebucher Strafraum noch einmal hektisch, als Aaron Haas einen Ball unbedrängt mit der Brust weiterleiten konnte, sein Mitspieler es aber verpasste den Schuss in Richtung Tor abzugeben und den Ball vertändelte. So besiegelte der Unparteiische mit dem Schlusspfiff die nächste Niederlage für die Schüpfheim, die wie so oft sehr knapp ausfiel. 

Zweikampfstärke Entlebuchs war der Schlüssel zum Erfolg 

Den Unterschied machten die Entlebucher vor allem in den ersten 30 Minuten aus, indem sie von Beginn weg die Zweikämpfe resolut für sich zu entscheiden wussten und daher das Spieldiktat an sich rissen. Das der Gast vom Farbschachen zuerst gekonnt und anschliessend mit etwas Glück zwei Tore vorlegen konnte, war für die Elf von Franz Gaisberger eine zu hohe Hypothek, zumal man es verpasste vor der Pause den Anschlusstreffer zu bewerkstelligen. Schlussendlich kam der Anschlusstreffer etwas zu spät, damit man vielleicht das Ruder in diesem Derby noch einmal hätte herumreissen können. So ging aufgrund der Startphase der Sieg des Gastes zwar in Ordnung, die aufopfernd kämpfenden Schüpfheimer hätten aber mit etwas mehr Entschlossenheit im Abschluss eine Punkteteilung sicherlich noch erzielen können. So geht es nun in den letzten beiden Partien gegen direkte Konkurrenten in der Tabelle noch darum den Anschluss zum Mittelfeld zu halten und die Spiele wenn möglich für sich zu entscheiden, damit man nicht schon nach der Hälfte der Spielzeit einem Punkterückstand hinterherrennen muss! 

Matchtelegramm

Spielort: Sportanlage Moosmättili , 250 Zuschauer

Tore: 17. Lars Schmid 0:1 ; 23. Lars Schmid 0:2 ; 78. Marco Zemp 1:2

Schüpfheim Patrick Schöpfer, Sandro Felder, Nathan Graf, Adam Graf, Lars Stirnimann, Jonas Setz, Aaron Haas, Dario Schmid, Luca Farni, Manuel Emmenegger, Tobias Kaufmann

( Eingewechselt: Silvan Furrer, Marco Zemp, Tom Felder, Michael Tellenbach )

Entlebuch Silvan Aemmer, Christian Affentranger, Patrick Wigger, Nicola Hofstetter, Patrick Lötscher, Lukas Studer, Daniel Kaufmann, Ivo Thalmann, Luca Schütz, Lars Schmid, Pascal Vogel

( Eingewechselt: Janik Portmann, Fabian Brun, Linus Bieri, Sven Unternährer )

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