Matchberichte Senioren 30+

Senioren 30+ gewinnen im CH-Cup gegen Aesch mit 1:6 (0:2)

Senioren 30+ Schweizer Cup 1. Hauptrunde

Cup-Kantersieg gegen Aesch

Es war definitiv der Abend des FC Entlebuchs. Mit leidenschaftlichem Einsatz, grosser Spielfreude und stetiger Torgefahr bezwang die Mannschaft von Patrick Mahler den FC Aesch deutlich. Obwohl die Basler nach der Pause den Anschlusstreffer erzielten, liessen die Entlebucher nichts mehr anbrennen und erhöhten letztendlich gar auf 6-1. Die Qualifikation für die Achtelfinals ist somit geschafft.

Beim FC Entlebuch stellte sich bereits vor dem Spiel die Frage, wie man den Gegner einschätzen sollte. Warf man einen Blick auf die aktuelle Tabellensituation, so zeigte sich, dass der FC Aesch nicht optimal in die Meisterschaft gestartet war und vor allem defensiv anfällig war. Trotz der scheinbaren Favoritenrolle wollte man sich nicht mit jener identifizieren, um den Gegner keines Falls zu unterschätzen.

Die Farbschachen-Elf startete druckvoll in die Partie und spielte überhaupt nicht auf abwarten. Bereits nach 30 Sekunden setzte sich Tobias Schumacher auf dem linken Flügel gekonnt durch, seine flache Hereingabe konnte von der gegnerischen Abwehr jedoch geklärt werden. Je länger das Spiel dauerte, desto aufsässiger und dominanter traten die Gäste aus dem Entlebuch auf. In der 8. Minute setzte sich Topscorer Mahler erstmals in Szene, bei seinem Abschluss fehlte jedoch die Präzision. Nur eine Minute später war es wieder Michael Mahler, der sich an der Strafraumgrenze durchsetzte, flach in die linke Torecke abzog und prompt den grossumjubelten Führungstreffer erzielte. Das Heimteam wurde somit früh unter Druck gesetzt und war gefordert. Nach elf Minuten lancierte der FC Aesch einen Konterangriff, Stürmer Giuseppe Grigoli war jedoch zu sehr auf sich alleine gestellt, sodass Marco Mathis den Schuss problemlos abfangen konnte. In der Folge drückte der FC Entlebuch vehement auf das 2-0. Roland Röösli (12’) und Tobias Schumacher (19’) scheiterten jedoch nach einem Eckball am gegnerischen Schlussmann Patrick Dind. Mittlerweile sahen die Zuschauer auf dem Sportplatz Löhrenacker eine sehr einseitige Partie. Daniel Aregger scheiterte nach 23 Minuten aus kurzer Distanz an Dind, während Mahler (33’) einen flachen Pass von Wirz aus bester Position nebens Tor zirkelte. Zwei Zeigerumdrehungen später liess sich Mahler nicht noch einmal bitten und markierte das langersehnte 2-0. Souverän trickste er sich im Strafraum an der Abwehr und am Torwart vorbei, sodass er lediglich noch einnetzen musste. Der FC Aesch trat folglich aktiver auf, für einen Treffer vor dem Pausenpfiff reichte es jedoch nicht mehr. Ein abgefälschter Freistoss (37’) und ein unpräziser Kopfball von Giallanza (38’) brachten keine ernsthafte Gefahr.

Nach dem Seitenwechsel ging die Partie vorerst im gleichen Stil weiter. Mahler scheiterte in der 42. Minute an Dind, der Nachschuss vollendete Tobias Schumacher jedoch mühelos zum 3-0. Die Truppe von Antonio Donatiello reagierte und wurde nun richtig wach. Offensivkraft Giuseppe Grigoli scheiterte nach einem platzierten Freistoss (44’) an Mathis und nach einem Eckball (45’) an Verteidiger Sandro Blum, welcher den Ball beinahe unbeabsichtigt ins eigene Tor bugsiert hätte. Mit dem Wissen, dass ein Tor im Bereich des Möglichen lag, verlagerten die Basler das Spiel nun vermehrt in die Offensive und wurden sogleich belohnt. Nachdem sich der FCA im Entlebucher Strafraum zu frei durchsetzen konnte, stand Grigoli in der Mitte goldrichtig und haute den Ball wuchtig in die Maschen. Als wiederum Grigoli nach 56 Minuten einen geforderten Elfmeter nicht zugesprochen bekam, verflog beim Heimteam ein grosser Teil der Moral. Die Entlebucher vermochten dies eiskalt auszunutzen, sodass Roland Röösli und Tobias Schumacher das Skore binnen 2 Minuten auf 5-1 erhöhten. Torhüter Dind parierte Rööslis erster Abschluss mit dem Fuss, beim Nachschuss hatte er nur noch das Nachsehen (56’). Tobias Schumacher seinerseits profitierte von einem Zuspiel Mahlers, wobei nur noch eine kleine Ballberührung für seinen zweiten Treffer nötig war (57’). Damit war die Sache definitiv gelaufen und das Spiel flachte zunehmend ab. Die Torschützen Mahler, Schumacher und Röösli wurden in der Folge mit grossem Applaus ausgewechselt und durch neue Kräfte ersetzt. Den Schlusspunkt setzte der Joker Aaron Duss in der 74. Minute, indem er mit einem satten Schuss das 6-1 markierte. Nach 80 Minuten pfiff der Unparteiische das Spiel ab, zur grossen Freude der zahlreichen mitgereisten Entlebucher, welche an diesem Abend definitiv die Mehrheit der Matchbesucher ausmachten.

Mit diesem Vollerfolg realisiert der FC Entlebuch das erstmalige Weiterkommen im Schweizer Cup und qualifiziert sich für den Achtelfinal am 24. September. Der dortige Gegner ist noch nicht bekannt.

 

FC Aesch (Sen. M) – FC Entlebuch (Sen. M) 1-6 (0-2)
Sportplatz Löhrenacker, 60 Zuschauer

FC Entlebuch: Mathis; Felder, Blum, M. Bieri; S. Röösli, Wirz, R. Bieri, Aregger, Schumacher (66’ M. Bieri); M. Mahler (59’ Duss), R. Röösli (71’ Lötscher).

Tore: 9’ M. Mahler (0-1), 35’ M. Mahler (0-2), 42’ Schumacher (0-3), 49’ Giallanza (1-3), 56’ R. Röösli (1-4), 57’ Schumacher (1-5), 74’ Duss (1-6).

 

 

Jan Zurbuchen

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18. Runde, 27. Mai 2016: FC Wolhusen – FC Entlebuch 1:5 (1:1)

Das letzte Spiel sollte nicht nur über den vierten Platz entscheiden, nein, es war im Hinblick auf ein anderes bevorstehendes Highlight der Final! Dies aber später im Bericht.

Die Wolhuser mussten nicht ersatzgeschwächt, sondern gar ersatzlos in das Derby steigen. Verletzungsbedingt und ferienhalber fehlten einige bekannte Gesichter, deshalb mussten einige noch nie gesehene Gesichter auflaufen.

Zum Spiel: Von Anfang waren wir klar spielbestimmend, konnten aber aufgrund von Ungenauigkeiten und falschen Entscheiden vor dem Tor nicht reüssieren. Anders die unterlegenen Gastgeber: Ein Fehldribbling eines nun bald Dreissigjährigen ging ins Auge oder anders ausgedrückt in die Maschen hinter Räphu, womit wir uns in Rückstand wiederfanden. Nun nur nicht die Nerven verlieren! Das war das Motto. Nach einer kurzen Angststrecke glich Töbi noch vor der Pause aus.

Im zweiten Umgang zollte unser höheres Tempo beim Gegner Tribut: Bald einmal führten wir und zogen auch gleich davon. Grunder, zweimal Mänu und Moluk trafen für uns, währenddem die Hintermannschaft einen sehr geruhsamen Abend verbrachte und sich so ordentlich auf die kommenden Grümpelturniere vorbereiten konnte.

Mit 31 Punkten aus 18 Spielen belegen wir den hervorragenden 4. Platz, welcher in dieser Saison wieder zur Qualifikation des Schweizer Senioren Cups ausreicht. Wir freuen uns auf dieses Highlight!

Weiter freuen wir uns, dass Ärnscht Nachfolger vom Grunder wird. So ist die Qualität auch in Zukunft gewährleistet und die nächsten tollen Resulatate beinahe garantiert.

Spieltelegramm:

Blindei, 20 Zuschauer, Schiedsrichter Paul Kaufmann, Rothenburg

Entlebuch: Räphu; Erich, Söppi, Mags (55. Schnüfu), Walter; Töbi, Moluk, Blätz, Sämu; Grunder, Mänu. Sonst noch eingewechselt: Dänu und Ärnscht.

Tore: 27. Simon Burri 1:0, 39. Töbi 1:1; 50. Grunder 1:2, 51. Mänu 1:3, 53. Mänu 1:4, 60. Mänu 1:5.

Zuschauer des Tages: Michi und Karl Frehsner

Bemerkung: Comeback nach 13 Monaten von Schnüfu!

17. Runde, 20. Mai 2016: FC Entlebuch – Team Eich/Gunzwil 4:2 (2:1)

Es war das Spiel der Ereignisse: Das erste Ereignis fand schon am Nachmittag statt. Prinz heiratet seine Lea und wir sind dabei, das Dress wird also bereits aufgewärmt. An dieser Stelle nochmals alle Gute und viel Glück mit dem Ring am Finger und herzlichen Dank für das tolle Apero! Das zweite Ereignis war das Foto mit unserem Sponsor Fritz. Die Gunzbeler haben ein bisschen gelächelt, als wir abgenommen wurden. Ein gutes Zeichen? Für sie nicht…

Ein weiteres Ereignis war dann unsere erste Führung. Blätz wollte Söppi die Möglichkeit geben, auch wieder einmal als Torschütze dazustehen. Er bereitete so den Penalty mustergültig vor, dass Söppi erben konnte. Ereignis Nummer vier war dann Grunders geplatzte Augenbraue. Karin-Sei-Dank wurde sie sauber geklebt und der Roller musste nicht mit Nadel und Faden behandelt werden. Zwei parallele Ereignisse dann noch während der Pflege von Grunder: Das System wurde entgegen den Anweisungen von Gründer kurzerhand gewechselt, einige Minuten danach hielt Blätz drauf und Töbi staubte zum 2:1 ab.

Nachdem wir uns die zwischenzeitliche Butter wieder vom Brot liessen, erfolgte das Ereignis mit dem guten, nun immer älter werdenden Schöff: Ja, er, der sonst mit Wahnsinnreflexen und sensationellen Paraden wie grossen Überraschungsmomenten auf sich aufmerksam macht, hat sich seine Knochen und Bänder und Sehnen so weh getan, dass Mags neben seinen sonstigen Aufgaben nun auch noch die Torhüter-Verantwortlichkeit zugesprochen überkam. Und gleichzeitig ereignete sich das Comeback des Jahres: Kudinho kam zurück von seinem Beinbruch und erhielt von der Jury für sein Comeback die Traumnote 6. Weiter ging es mit unserer dritten Führung: Mänu verwertete nach toller Vorarbeit von Moluk, welcher somit sein Fauxpas beim Ausgleich wieder gut machte. Nun wurde es gehässiger, was das nächste Ereignis zeigte: Sämi wollte etwas spielen und erhielt als Quittung den Ball auf den Kopf gehauen, was dann dem Trainerduo gradgar nicht gefiel und so selber etwas eklig tat. Das Töibelen der Gunzbeler nützte nichts, es wurde eher noch bestraft: Mänu hielt in einer der letzten Minute aus 25 Metern wasgeschwashesch drauf und erzielte mit diesem Hammer die Vorentscheidung. Die Nachspielzeit schenkte uns der Unparteiische, da er wusste dass mit der letzten Einwechslung sowieso nichts mehr am Resultat ändern würde. Endlich also konnten wir die Eich-Gunzbeler wieder einmal schlagen. Brawo.

Das letzte Ereignis war dann, dass wir einige ungeöffnete Flaschen Bier wieder zurückstellen mussten, weil wir unseren Durst überschätzten. Das ist ja schon kaum mal passiert…

Spielort: Sportplatz Farbschachen, Hauptspielfeld, Zuschauer: 30, Schiedsrichter: Roger Eichmann (Luzern)
Entlebuch: Schöff (64. Kudinho); Pidu, Söppi, Mags, Erich; Sämi, Töbi, Blätz, Moluk; Grunder (35. Remo), Mänu (80. Walter).

Tore: 15. Söppi 1:0 (Nachschuss nach Penalty), 25. Stirnimann 1:1, 36. Töbi 2:1. 59. Mehr 2:2, 71. Mänu 3:2, 80. Mänu 4:2.
Zuschauer des Tages: Studer Päscu. Wer bleibt bis wir nach oben kommen verdient es.